Acker-Schachtelhalm (lat. Equisetum arvense)

Acker-Schachtelhalm (lat. Equisetum arvense)

Acker-Schachtelhalm – die Pflanze

Der Acker-Schachtelhalm ist schon etwas Besonderes – nicht nur durch seine außergewöhnliche Optik, sondern vor allem, weil er zu jenen uralten Heilpflanzen gehört, deren Inhaltsstoffe den Acker-Schachtelhalm so wertvoll für die Behandlung einer großen Zahl von Krankheiten und Beschwerden machen.

Einst wurde unser Erdball von ausufernden Schachtelhalmwäldern bedeckt und bereits in der Antike wusste man um die heilenden Kräfte des Acker-Schachtelhalms.

In vielen Ländern wurde der Acker-Schachtelhalm übrigens als „Pferdeschwanz“ bezeichnet, weil seine Triebe ein wenig an die Form erinnern. Das erklärt sowohl den lateinischen Namen des Acker-Schachtelhalms .„Equisetum arvense“ als auch den griechischen Namen „Hippuris“ – beide bedeuten übersetzt „Pferdeschwanz“. Und auch im englischsprachigen Raum trägt unser Acker-Schachtelhalm noch immer diesen Namen – „Horsetail Flower“.

Bei uns ist der Acker-Schachtelhalm, der bei Beschwerden wie einer Blasenentzündung ebenso helfen kann wie bei Hautekzemen, übrigens auch als Zinnkraut bezeichnet. Angeblich nutzte man einst Acker-Schachtelhalm-Triebe zum Putzen von Zinn.

Wirk- und Inhaltsstoffe

Was den Acker-Schachtelhalm so besonders macht und warum er schon einmal „Heilpflanze des Jahres“ war, ist vor allem die wertvolle Kieselsäure, die im Acker-Schachtelhalm in hoher Konzentration enthalten ist. Kieselsäure ist für unseren Körper ein sehr wichtiger Baustein – sie ist in Knochen und Bindegewebe ebenso enthalten wie in Haut, Haaren und Nägeln und aktiviert deren Stoffwechsel. Die Kieselsäure, die im Acker-Schachtelhalm steckt, ist aber nicht nur für gesunde Haut und Co. hilfreich, sie kann auch die Wundheilung fördern und sogar unser Immunsystem stärken.

Acker-Schachtelhalm ist zudem reich an Mineralien. Das Kalium im Acker-Schachtelhalm regt unsere Nieren an und wirkt harntreibend.

Anwendung

Kieselsäure und Mineralien machen den Acker-Schachtelhalm so wertvoll für viele verschiedene Indikationsgebiete. Äußerlich angewendet eignet sich der Acker-Schachtelhalm hervorragend für die Behandlung von Ekzemen, bei Schleimbeutelentzündungen und schlecht heilenden Wunden. In der Volksmedizin wird er sogar zur Behandlung von Frostbeulen eingesetzt.

Innerlich angewendet scheint der Acker-Schachtelhalm noch mehr zu können. Weil er harntreibend wirkt und unsere Nierentätigkeit stimuliert, wird er zur Behandlung von Entzündungen der ableitenden Harnwege genutzt. Er kann sogar bei rheumatischen Erkrankungen und Gicht helfen.

Zubereitung, Darreichungsformen und Dosierung

Aus dem Kraut des Acker-Schachtelhalm lassen sich vorzüglich Teezubereitungen, die bei verschiedenen Beschwerden angewendet werden können, zubereiten. Ein Tee aus Acker-Schachtelhalm eignet sich sowohl zu innerlichen Anwendung als auch zur äußeren Behandlung etwa von kleinen Wunden und Hautekzemen.

Innerlich ist Acker-Schachtelhalm hilfreich bei Blasenentzündungen, aber auch bei rheumatischen Beschwerden oder Gicht. Acker-Schachtelhalm-Tee kann auch helfen, unangenehmes Sodbrennen zu lindern.

Wirksam ist auch eine Hautcreme, die als wichtigen Bestandteil Acker-Schachtelhalm enthält. Sie entspannt und pflegt vor allem trockene Haut, kann aber auch bei kaputten Nägeln helfen.

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile

Kraut

Wirkstoffe

Kieselsäure, Flavonoide, Mineralien

Anwendung

Erkrankungen der Harnwege, rheumatische Erkrankungen, Begleittherapie bei chronischer Lungenerkrankung, Immunschwäche, Durchblutungsstörungen

Hinweise

Nicht verwenden, wenn Sie unter Wassereinlagerungen im Gewebe leiden

Wissenswerte Hinweise

Acker-Schachtelhalm ist auch darum zu einer so vielfältig verwendbaren und seit Jahrtausenden beliebten Heilpflanze geworden, weil sie so gut verträglich ist. Es gibt keine Nebenwirkungen, die auf Acker-Schachtelhalm zurück zu führen sind. Lediglich wenn Sie aufgrund einer Herz- und Niereninsuffizienz unter Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme) leiden, dürfen Sie Acker-Schachtelhalm nicht verwenden. Seine harntreibende Wirkung wäre in diesem Falle schädlich.

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