Heilpflanzen-Lexikon

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Trauma-Beinwell (lat. Symphytum x uplandicum Nyman)

Trauma-Beinwell – die Pflanze

Trauma-Beinwell (lat. Symphytum x uplandicum Nyman)

Trauma-Beinwell ist eine medizinische Hochleistungssorte des bekannten Beinwells, die eigens für den Einsatz in einer pflanzlichen Schmerzsalbe gezüchtet wurde. Charakteristisch sind seine schönen, intensiv pinken Blüten.
Beinwell (lat. Symphytum) selbst hat bereits eine lange Tradition als Heilpflanze. So wurde dieser bereits im Mittelalter bei Prellungen, Knochenbrüchen oder auch Verstauchungen eingesetzt. Selbst Hildegard von Bingen erwähnte bereits die heilende Kraft des Beinwell.
Als medizinische Hochleistungssorte ist Trauma-Beinwell besonders wirkstoffreich. Kein Wunder also, dass diese Art des Beinwell besonders rasch zum Beispiel bei Muskel- und Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Verspannungen, Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen oder auch Sportverletzungen hilft.
Trauma-Beinwell wird übrigens nur in Oberbayern angebaut, genauer gesagt in einer oberbairischen Klostergärtnerei. Denn die nährstoffreichen Böden des Voralpenlands bieten die idealen Wachstumsbedingungen für Trauma-Beinwell.

Die Ernte der Beinwell Pflanze

Wirk-und Inhaltsstoffe

Trauma-Beinwell enthält eben die Wirkstoffe der bekannten Arzneipflanze Beinwell in besonders hoher Konzentration. Zu diesen Inhaltsstoffen, die für die entzündungshemmende, abschwellende, wundheilungsfördernde sowie schmerzlindernde Wirkung des Trauma-Beinwell verantwortlich sind, zählen mitunter Allantoin, ätherisches Öl und Rosmarinsäure-Derivate. Auch Cholin ist ein wichtiger Inhaltsstoff des Trauma-Beinwell.

Anwendung

Trauma-Beinwell wird äußerlich in Form einer Salbe angewendet und wirkt schmerzstillend, entzündungshemmend und abschwellend. Eine pflanzliche Schmerzsalbe mit Trauma-Beinwell hat sich bei Verletzungen bewährt, die Folge stumpfer Einwirkung sind. Lindernd wirkt Trauma-Beinwell beispielsweise bei quälenden Rückenschmerzen oder Verspannungen. Darüber hinaus kann Trauma-Beinwell auch gut bei Muskel- und Gelenkschmerzen eingesetzt werden. Diese Schmerzen sind typische Folge von Bewegungsmangel oder auch falscher, einseitiger Belastung zum Beispiel bei langer Arbeit vor dem Computer. Sollten die Beschwerden allerdings länger anhalten, empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen.
Das Auftragen einer Schmerzsalbe mit Trauma-Beinwell ist auch geeignet, um Verstauchungen, Prellungen oder Zerrungen zu kurieren. Insofern ist Trauma-Beinwell auch das Mittel der Wahl bei Sportverletzungen. Schonung beschleunigt den Heilungserfolg. Auch in diesem Fall gilt: Bei anhaltenden Schmerzen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Darreichungsformen

Trauma-Beinwell ist bislang einzig in einer pflanzlichen Schmerzsalbe zur Behandlung von Muskel- und Gelenkbeschwerden, Rückenschmerzen und Verspannungen infolge stumpfer Verletzungen sowie Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen und Sportverletzungen nutzbar. Die Entwicklung der Salbengrundlage erfolgte im Hinblick auf den schnellen Wirkeintritt der pflanzlichen Inhaltsstoffe. Die Verträglichkeit ist aufgrund der alleinigen Verwendung der oberirdischen Pflanzenteile (Blüten, Blätter) von Trauma-Beinwell bei der Salbenherstellung besonders gut. Dementsprechend kann die Schmerzsalbe mit Trauma-Beinwell auch bei begleitenden, offenen Schürfwunden aufgetragen werden.

Wissenswerte Hinweise

Der Anbau von Trauma-Beinwell erfolgt ganz ohne Pestizide oder Herbizide und die Ernte erfolgt noch ganz traditionell, per Hand. So wird sichergestellt, dass nur die oberirdischen Teile der Pflanze, also die Blüten und Blätter, verwendet werden. Die Wurzeln, die für uns gesundheitsschädigende Inhaltsstoffe enthalten, werden hingegen sorgfältig entfernt.  Dies erklärt die gute Verträglichkeit einer Schmerzsalbe mit Trauma-Beinwell.
Weitere Informationen zu Anwendungsgebieten von Trauma-Beinwell finden Sie auf der Seite www.muskeln-gelenke.de

Quellenverzeichnis

Bäumler, Siegfried (2007): Heilpflanzen Praxis Heute. Porträts, Rezepturen, Anwendung. München: Urban & Fischer.
Bühring, Ursel (2007): Alles über Heilpflanzen. Erkennen, anwenden, gesund bleiben. Stuttgart: Ulmer.
Bühring, Ursel (2009): Praxis Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde. Grundlagen, Anwendung, Therapie. Stuttgart: Sonntag.

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile
Blüten, Blätter
Wirkstoffe
Allantoin, Rosmarinsäure-Derivate, Cholin, ätherisches Öl
Anwendung
Muskel- und Gelenkschmerzen infolge stumpfer Verletzungen, Rückenschmerzen und Verspannungen infolge stumpfer Verletzungen; Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen, Sportverletzungen.