Wasserdost (lat. Eupatorium perfoliatum)

Wasserdost (lat. Eupatorium perfoliatum)

Wasserdost – die Pflanze

Die Pflanze mit dem außergewöhnlichen Namen Wasserdost hat seit Generationen einen festen Platz im Wissen um die heilenden Kräfte von Pflanzen. Schon die Indianer Nordamerikas nutzten den dort beheimateten Wasserdost als linderndes Mittel bei Erkältungen und Fieber, denn der Wasserdost wirkt schweißtreibend und senkt das Fieber.

Auch die ersten europäischen Siedler hörten bald von der Heilkraft des Wasserdosts und begannen die Blätter und Blütenspitzen des Korbblütlers – der offiziell übrigens indianischer Wasserdost heißt – als Medikament zu nutzen. Heute wird der Wasserdost, der es feucht mag und ausschließlich auf nassen Wiesen und in Sümpfen wächst, seinen festen Platz in der Homöopathie, wo er als pflanzliches Anti-Infektivum unter anderem erfolgreich bei grippalen Infekten verwendet wird. Einer neuen Untersuchung der Universität Münster zufolge verfügt der Wasserdost zudem auch über gewisse Wirkstoffe, die eine starke, direkte Wirkung gegen Influenza-Viren vom Typ H1N1 besitzen – also den Erregern der gefürchteten Schweinegrippe. Tiefer gehende Untersuchungen stehen zwar noch aus, aber Experten bewerten diese vorliegende Untersuchung als ersten, positiven Hinweis darauf, dass es nun auch einen starken Naturstoff gegen die Schweinegrippe gibt.

Der Wasserdost, der bis zu 3 Meter groß wird und im Juli zartrosa blüht, ist übrigens auch unter seinem Zweitnamen „Wasserhanf“ bei uns bekannt. Denn die Blätter des Wasserdosts erinnern in ihrer Form an Hanfblätter – botanisch gesehen haben Hanf und Wasserdost aber keinerlei Gemeinsamkeiten.

Erfahren Sie mehr über Wasserdost in unserem Video

Wirk- und Inhaltsstoffe

Verschiedene Glykoproteine, Gerbstoffe, Xylane und ätherisches Öl sind die Wirkstoffe, die den Wasserdost, der wie ein pflanzliches Antiinfektivum wirkt, so stark in der Linderung von Erkältungen mit Kopfschmerzen und Fieber machen.

Wenn unsere Glieder aufgrund eines grippalen Infekts anfangen zu schmerzen, der Kopf zu platzen droht und allgemeine Schlappheit unseren Körper lähmt, können die Inhaltsstoffe, die den Wasserdost seit Generationen zu einem bewährten pflanzlichen Heilmittel machen, schnell lindernd wirken. Die Wirkstoffe im Wasserdost stimulieren dabei vor allem unsere Abwehrzellen und machen unser Immunsystem mobil gegen die Erreger von Infekten. Krankheitserreger werden so im Keim erstickt. Zu diesen Krankheitserregern, gegen die der Wasserdost wirkt, zählen nicht nur die Auslöser eines grippalen Infekts (allen voran die Rhinoviren), sondern laut einer aktuellen Untersuchung auch Influenza vom Typ H1N1, also gegen die Erreger der Schweinegrippe. Welche Wirkstoffe hier konkret verantwortlich sind, muss allerdings noch im Detail untersucht werden.

Anwendung

Wasserdost kann helfen, wenn ein grippaler Infekt, also eine Erkältung mit Fieber, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit bereits eingesetzt hat. So wird der Wasserdost schon lange bei fieberhaften Erkrankungen verwendet. Denn der Wasserdost, besser gesagt die Wirkstoffe in seinen Blättern, stärken unsere Immunabwehr und helfen dem Körper, die Erreger von grippalen Infekten zu bekämpfen.

Der indianische Wasserdost ist daher ein wirksames pflanzliches Anti-Infektivum, das als Natur-Arznei gegen alle typischen Beschwerden eines grippalen und fieberhaften Infekts wirkt und Schnupfen, Halsschmerzen, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen schnell den Gar ausmachen kann.

Wasserdost stärkt unsere Abwehrkräfte und kann damit sogar helfen, eine Erkältung im Keim zu ersticken. Nimmt man Wasserdost gezielt schon bei den ersten Anzeichen eines grippalen Infekts ein, kann er dazu beitragen, dass die Erkrankung wesentlich milder verläuft. Übrigens: Auch in Zeiten erhöhter Ansteckungsgefahr, zum Beispiel bei einer Erkältungswelle, kann es sinnvoll sein, die Abwehr mit Wasserdost präventiv zu stärken.

Einer neueren Untersuchung zufolge kann die Einnahme von Wasserdost auch helfen, wenn eine Grippewelle im Anmarsch ist. Denn wenn unsere Abwehr intakt ist, sind wir am besten vor den Influenza-Viren geschützt. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass Wasserdost nicht nur die Produktion der Abwehrzellen anregt und so mittels eines starken Immunsystems vor Infekten schützt. Gewisse Inhaltsstoffe sollen auch direkt gegen einen ganz besonders gefürchteten Erreger wirken: Das H1N1 Virus – den Auslöser der Schweinegrippe. Auch weil Wissenschaftler weitere Untersuchungen in diese Richtung angekündigt haben, um diesen natürlichen Grippeschutz endgültig zu bestätigen – es gibt Anlass zur Hoffnung, dass wir auch im Kampf gegen die Schweinegrippe auf die Kraft der Natur vertrauen können.

Darreichungsformen

Je früher man zum Wasserdost greift, desto besser. Schon bei den ersten Anzeichen für einen grippalen Infekt ist es sinnvoll, Präparate mit Wasserdost gezielt zu verwenden und so unser Immunsystem für den Kampf gegen die Erreger stark zu machen. Das heißt immer dann, wenn man erste Erkältungsanzeichen spürt bzw. wenn die Ansteckungsgefahr für eine Erkältung besonders hoch ist. Auch wenn von den Wissenschaftlern des Landes eine neue Grippewelle angekündigt wird, kann die rechtzeitige Einnahme von Wasserdost für eine starke Abwehr und damit für einen intakten Schutz sorgen. Bewährt haben sich hochdosierte Fertigarzneipräparate, die indianischen Wasserdost in Kombination mit weiteren Arzneipflanzen enthalten. Diese sind als Tabletten, Saft oder Tropfen erhältlich.

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile

Kraut

Wirkstoffe

Poysaccharide, Glykoproteine, Xylane

Anwendung

Atemwegsinfektionen, Erkältungskrankheiten, unterstützend bei Infektionen zur Stärkung der Abwehrkräfte; laut einer aktuellen Untersuchung auch als natürlicher Schutz vor der Schweinegrippe.

Hinweise

Spezielle Präparate mit indianischem Wasserdost sind bereits für Kinder ab dem 6. Lebensmonat geeignet. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt oder Apotheker.

Wissenswerte Hinweise

Der Wasserdost, beziehungsweise sein üppiges Kraut, dessen Wirkstoffe unser Immunsystem so effektiv stärken können, verursacht in der Regel keine Nebenwirkungen und kann von Jung und Alt immer dann eingenommen werden, wenn eine lästige Erkältung oder eine Grippewelle droht.

Weitere Informationen zu Anwendungsgebieten von Wasserdost finden Sie auf der Seite www.erkaeltung-online.com

zurück nach oben