Zaubernuss (lat. Hamamelis)

Zaubernuss  (lat. Hamamelis)

Zaubernuss – die Pflanze

Die Zaubernuss ist vielen auch unter ihrem lateinischen Namen Hamamelis bekannt. Denn auch bei uns wird der äußerst hübsche Strauch häufig in Gärten gepflanzt, denn einige Sorten der Hamamelis blühen bereits im Januar in einem strahlenden Gelb und bringen Farbe in den tristen Winter.

Doch auch als Heilpflanze hat sich die Zaubernuss, genauer gesagt die Virginische Zaubernuss (Hamamelis virginiana) bestens bewährt. Sie blüht zwar im Gegensatz zu ihren Verwandten erst im Herbst, dafür bergen Blätter und Rinde der virginischen Zaubernuss heilende Wirkstoffe.

Hamamelis findet sich heute auch in zahlreichen kosmetischen Cremes, weil sie besonders gut gegen verschiedene Hautprobleme hilft.

Der Strauch der Zaubernuss erinnert äußerlich übrigens ein wenig an Haselnusssträucher und gehört zur Gattung der Zaubernussgewächse, die mit nur fünf Arten sehr überschaubar ist. Eigentlich stammt die Hamamelis aus Asien, doch die Virginische Zaubernuss ist, wie ihr Name vermuten lässt, stark im nordamerikanischen Bundesstaat Virginia verbreitet, wächst aber mittlerweile überall in den USA. Dort wird die Zaubernuss schon sehr lange Zeit als pflanzliche Arznei genutzt.

Wirk- und Inhaltsstoffe

Die Virginische Zaubernuss wird mittlerweile dank ihrer wertvollen Wirkstoffe fast überall auf der Welt als Heilpflanze genutzt. Denn in der Rinde und den Blättern der Hamamelis virginiana stecken entzündungshemmende und keimtötende Gerbstoffe, wertvolles ätherisches Öl und Flavonoide.

Anwendung

Die Zaubernuss kommt besonders häufig bei der Therapie von Venenleiden wie etwa Krampfadern zum Einsatz. Bei Blutstauungen in den Venen, die mit Schweregefühl in den Beinen und Wadenkrämpfen einhergehen können, kann die Hamamelis als homöopathische Arznei helfen, Beschwerden zu lindern. Die Homöopathie nennt die Zaubernuss aber auch in Zusammenhang mit Periodenschmerzen und starken Blutungen.

Ein weiteres großes Anwendungsgebiet der Zaubernuss sind verschiedene Entzündungen der Haut, denn die Gerbstoffe der Zaubernuss wirken entzündungshemmend und helfen, Hautprobleme zu lindern und gereizte, trockene Haut zu beruhigen. Auch bei Hämorrhoiden kann die Zaubernuss zum Einsatz kommen. Aber darüber hinaus hat die Zaubernuss auch blutungsstillende Eigenschaften, so dass man Hamamelis auch auf kleinen Wunden auftragen kann.

Darreichungsformen

Zaubernuss gibt es in Form von homöopathischen Zubereitungen, die für die Behandlung von Venenleiden wie etwa Krampfadern eingesetzt werden.

Als pflanzliches Mittel, das bei trockener Haut, Ekzemen und in manchen Fällen sogar bei Neurodermitis helfen kann, kommt die Zaubernuss in zahlreichen Cremes und Salben vor. In dieser Form gibt es Hamamelis aber nicht nur als Arzneipräparat, sondern auch in vielen kosmetischen Produkten. Frisch zu einem Tee zubereitet, kann man auch Kompressen mit Zaubernuss tränken und diese auf entzündete Hautstellen auftragen. Selbstverständlich kann man den Tee aus der Zaubernuss auch trinken – er soll gegen leichten Durchfall helfen.

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile

Blätter, Rinde

Wirkstoffe

Gerbstoffe, ätherisches Öl, Flavonoide

Anwendung

Venenerkrankungen, Ekzeme, Hämorrhoiden, Durchfall, kleine Wunden

Hinweise

Zaubernuss kann bei Überdosierung den Darm reizen und sollte nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden.

Wissenswerte Hinweise

Zaubernuss sollte nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden. Innerlich angewendet beispielsweise in Form eines Tees, kann Hamamelis bei einer Überdosierung den Darm reizen. Es empfiehlt sich, vor einer Behandlung mit Zaubernuss Rücksprache mit einem Arzt zu halten.

Quellenverzeichnis

Bäumler, Siegfried (2007): Heilpflanzen Praxis Heute. Porträts, Rezepturen, Anwendung. München: Urban & Fischer.
Bühring, Ursel (2007): Alles über Heilpflanzen. Erkennen, anwenden, gesund bleiben. Stuttgart: Ulmer.
Bühring, Ursel (2009): Praxis Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde. Grundlagen, Anwendung, Therapie. Stuttgart: Sonntag.

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