Natürliche Hilfe bei Blasenentzündung

Natürliche Hilfe bei Blasenentzündung

Ständiger Harndrang, Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen – eine Blasenentzündung („Zystitis“) ist mehr als unangenehm. Umso wichtiger ist eine frühzeitige und gezielte Behandlung. Dabei müssen es nicht immer Antibiotika sein. Wer schon bei den ersten Anzeichen für einen Harnwegsinfekt aktiv wird, kann auch rezeptfreie, natürliche Therapieoptionen nutzen. Lesen Sie hier mehr zum Thema.

“Zystitis“: Ein Frauenthema

Das Risiko für eine Blasenentzündung ist bei Frauen deutlichtzöher als bei Männern. Der Grund ist die kürzere Harnröhre, die ein Eindringen von Bakterien in die Blase leichter macht. Gerade auch die im Darm vorkommenden Escherichia coli Bakterien – den Hauptauslösern für Blasenentzündungen – können sich so schnell ihren Weg bahnen. Hinzu kommt die anatomische Nähe von Vagina, Harnröhre und Darmausgang, die eine sogenannte Schmierinfektion mit den Darmbakterien begünstigt.

Weitere Risikofaktoren für eine Blasenentzündung sind:

Darmbakterien als Übeltäter

In 9 von 10 Fällen sind es E. coli Bakterien, die eine Blasenentzündung auslösen.
  • Kälte bzw. Verkühlung (z. B. durch nasse Badesachen)
  • Übertriebene Intimhygiene, die den pH-Wert im Intimbereich verändert
  • Häufiger Geschlechtsverkehr („Honeymoon-Zystitis“)
  • Geschwächtes Immunsystem

Darüber hinaus können auch Diabetes mellitus, Hormonmangel oder Harnsteine die Entstehung einer Blasenentzündung fördern.

Blasenentzündung: Symptome

Die typischen Anzeichen einer Blasenentzündung sind der ständige Harndrang sowie ein brennendes und schmerzhaftes Gefühl beim Wasserlassen. Doch auch weitere Symptome wie krampfartige Unterleibsschmerzen oder verfärbter Urin sowie Fieber können bei einer Zystitis auftreten.

Hier finden Sie mögliche Symptome bei Blasenentzündung im Überblick:

  • Ständiger Harndrang, ggf. unkontrollierter Urinverlust
  • Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen
  • Krampfartige Unterleibsschmerzen
  • Trüber Urin
  • Unangenehmer Geruch des Urins
  • Fieber

Wichtig

Sollten Sie Fieber haben oder Blut im Urin bemerken, ist ein Arztbesuch wichtig. Dasselbe gilt bei Schmerzen in der Nierengegend sowie bei wiederkehrenden Harnwegsinfektionen.

Blasenentzündung – was tun?

Die Behandlung einer Blasenentzündung ist wichtig. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Erreger in die Niere aufsteigen und sich eine Nierenbeckenentzündung entwickelt. Doch was tun bei Blasenentzündung? Antibiotika werden häufig verordnet. Das kann bei einer schweren Infektion mit hohem Fieber auch durchaus sinnvoll und wichtig sein. Problematisch wird aus Expertensicht allerdings die sogenannte Antibiotikaresistenz beurteilt. Denn gerade bei wiederkehrenden Blasenentzündungen können die Erreger bei Antibiotika-Gabe mitunter unempfindlich gegen die Medikamente werden.

Tatsächlich gibt es auch natürliche Therapieoptionen bei Blasenentzündung, die insbesondere dann Erfolg zeigen, wenn sie bereits bei den ersten Anzeichen für einen Harnwegsinfekt eingesetzt werden. Bewährt hat sich neben verschiedenen Kräuterextrakten insbesondere der aus Mais gewonnene Wirkstoff D-Mannose, der sowohl vorbeugend als auch im Akutfall eingesetzt werden kann.

Tipps bei Blasenentzündung

Viel trinken

Bei Blasenentzündung lautet die goldene Regel: Viel trinken! Empfohlen werden etwa zwei Liter pro Tag. Auf diese Weise wird die Urinmenge erhöht und die Ausscheidung der Krankheitserreger gefördert. Ideal geeignet sind stilles Wasser oder warmer Tee.

Regelmäßige Entleerung der Blase

Auch wenn es schmerzhaft sein kann – suchen Sie bei einer Blasenentzündung regelmäßig die Toilette auf und entleeren Sie Ihre Blase noch bevor der Harndrang kaum noch auszuhalten ist. Diese Maßnahme ist übrigens auch zur Vorbeugung von Blasenentzündungen wichtig.

Natürliche Hilfe

Das Monosaccharid D-Mannose hat sich als natürliche Therapieoption bei Blasenentzündung bewährt. Der Wirkstoff wird aus Mais gewonnen und macht E. coli Bakterien – den Hauptauslösern der Blasenentzündung – sozusagen unschädlich. Genauer gesagt verhindert D-Mannose das Andocken der Krankheitserreger an die Blasenschleimhaut. Die auf diese Weise „neutralisierten“ Bakterien werden mit dem Urin einfach ausgeschieden – ohne, dass sie Schaden anrichten konnten.

Wärme für Unterleib und Rücken

Sorgen Sie für Wärme im Bereich des Unterleibs. Auf diese Weise werden schmerzhafte Krämpfe gelöst und die Durchblutung gefördert. Geeignet ist zum Beispiel eine Wärmflasche, ein Kirschkernkissen oder ein warmer Schal um die Nierengegend.

Wann zum Arzt?

Wer bei den ersten Anzeichen aktiv wird, kann eine Blasenentzündung oft gut selbst behandeln. In manchen Fällen ist allerdings ein Arztbesuch wichtig. Eventuell werden Antibiotika verordnet. Das gilt zum Beispiel bei Fieber oder Blut im Urin. Auch Schmerzen im Nierenbereich machen eine ärztliche Abklärung erforderlich. Nicht zuletzt sollten auch Schwangere oder Diabetiker bei einer Blasenentzündung den Arzt aufsuchen.

D-Mannose: Blasenentzündung natürlich behandeln

Wirkstoff D-Mannose: Fakten

  • Natürlicher Einfachzucker (Monosaccharid)
  • Körpereigener Bestandteil der Blasenschleimhaut
  • Zur Behandlung und Vorbeugung von Blasenentzündung geeignet
  • Neutralisiert E.coli Bakterien
  • Gute Verträglichkeit
  • Mit Antibiotika kombinierbar
  • Nachweislich wirksam

Bei D-Mannose handelt es sich um einen Einfachzucker, der natürlicherweise in auf der Oberfläche der Blasenschleimhaut zu finden ist. Interessanterweise ist es eben dieses körpereigene Monosaccharid, das höher dosiert zur Behandlung und Vorbeugung von Blasenentzündung eingesetzt werden kann. Denn D-Mannose macht E. coli Bakterien sozusagen unschädlich, indem es das Andocken der Bakterien auf der Blasenschleimhaut blockiert. Auf diese Weise werden die Erreger der Zystitis inaktiviert mit dem Urin wieder ausgeschieden, ohne dass sie vorab Schaden anrichten konnten.

Gut zu wissen:

Die Wirksamkeit von D-Mannose bei Blasenentzündung ist durch eine aktuelle Studie wissenschaftlich nachgewiesen. Sollten Antibiotika ärztlich verordnet worden sein, kann D-Mannose in Kombination eingesetzt werden.

Ebenfalls wissenswert:

Eine erhöhte Trinkmenge unterstützt die Ausscheidung der Krankheitserreger und ist in jedem Fall ergänzend zu empfehlen.

Fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker, ob diese Therapieoption für Sie geeignet ist.

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