Alant (lat. Inula helenium)

Alant (lat. Inula helenium)

Alant – die Pflanze

Vermutlich ist der Alant eher unter Pflanzenfreunden und Heilkundigen ein Begriff, doch auch Laien können die hoch wachsende Staude aus der Familie der Korbblütler im Hochsommer leicht an ihren sonnenförmigen, strahlend gelben Blüten erkennen.

Ursprünglich stammt der Alant aus Asien, verbreitete sich aber bis heute rund um den Erdball, nicht nur weil er sich als Zierpflanze in Gärten so hübsch macht – auch weil er zu den traditionellen Heilpflanzen zählt.

Übrigens trägt der Alant auch den schönen Beinamen „Helenenkraut“, denn eine Sage aus der griechischen Mythologie erzählt, dass der Alant aus den Tränen der schönen Helena geboren wurde.

Man vermutet, dass Alant schon von den alten Griechen als Heilmittel genutzt wurde. Auch im Mittelalter war Alant sehr wichtig für die Behandlung von allerlei Beschwerden wie etwa Krätze und Lungenleiden.

Auch heute noch findet Alant Verwendung in der Pflanzenheilkunde.

Wirk- und Inhaltsstoffe

In der Wurzel des Alants steckt ätherisches Öl. Der wichtigste Inhaltstoff, der Alant zu einer Heilpflanze macht, ist aber Helenin. Andere Wirkstoffe sind Inulin und Bitterstoffe. Diese Kombination aus Inhaltsstoffen sorgt dafür, dass Alant zum Beispiel bei Appetitlosigkeit oder auch Bronchialkatarrh so wirkungsvoll ist.

Anwendung

Alant wurde früher bei vielen Krankheiten genutzt, etwa bei Leberleiden, Magenbeschwerden und Hauterkrankungen wie der damals verbreiteten Krätze. Hildegard von Bingen soll den Alant auch gegen Lungenleiden eingesetzt haben.

Heute wird Alant eher selten verwendet, er kann aber noch immer helfen, eine schwache Verdauung anzuregen. Auch gegen Appetitlosigkeit und zur Behandlung chronischer Bronchitis sowie bei Asthma wird Alant noch heute verwendet.

Darreichungsformen

Zwar lässt sich auch aus der Wurzel des Alant Tee zubereiten, aber der Alant  ist mit Vorsicht zu dosieren, denn er steht im Verdacht, sehr leicht allergische Reaktionen auszulösen.

Es gibt auch einige Fertigpräparate auf Alant-Basis, sie sind aber meist recht bitter im Geschmack. Bekömmlicher ist Alant in Kombination mit anderen Heilpflanzen, so ist er beispielsweise ein Bestandteil des Melissengeist, der sich für die Behandlung vieler Beschwerden wie zum Beispiel bei Wetterfühligkeit, Schlafprobleme oder auch Erkältungskrankheiten bewährt hat.

Übrigens ist Alant auch essbar und wird für die Herstellung von Kräuterlikören genutzt.

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile

Wurzel

Wirkstoffe

Ätherisches Öl, Bitterstoffe, Helenin

Anwendung

Verdauungsbeschwerden, Bronchialkatarrhe

Hinweise

Alant kann leicht allergische Reaktionen verursachen. In der Schwangerschaft nur nach Rücksprache mit dem Arzt verwenden.

Wissenswerte Hinweise

Wird der Alant überdosiert, kann er leicht Magendarmbeschwerden wie Durchfall auslösen. Wie bei vielen Korbblütlern besteht auch beim Alant ein relativ hohes Allergierisiko. Vor allem in der Schwangerschaft sollte Alant nur nach Rücksprache mit einem Arzt verwendet werden.

Quellenverzeichnis

Bäumler, Siegfried (2007): Heilpflanzen Praxis Heute. Porträts, Rezepturen, Anwendung. München: Urban & Fischer.
Bühring, Ursel (2009): Praxis Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde. Grundlagen, Anwendung, Therapie. Stuttgart: Sonntag.

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