Arnika (lat. Arnica montana)

Arnika (lat. Arnica montana)

Arnika – die Pflanze

Die Arnika, die auch unter dem Namen Bergwohlverleih bekannt ist, ziert mit ihrer leuchtend gelben Blüte Alpenwiesen und Berghänge in Europa. Bereits der berühmte Sebastian Kneipp schätzte die heilende Wirkung der Arnika bei verschiedenen Indikationen wie beispielsweise unblutigen Verletzungen. Aber auch als Heilmittel bei Heiserkeit, Erschöpfung und Gicht wurde die Arnika im Mittelalter eingesetzt.

Die Arnika gehört der Gattung der Korbblütler an. Es existieren übrigens mehr als 30 Arnika Arten, von denen Arnica montana die Einzige ist, die in unseren Breiten wächst.

Die Arnika gedeiht in europäischen Mittelgebirgen und im Alpengebiet wild. Sie darf nicht gepflückt werden, denn sie steht unter Naturschutz. Darum ist man heute darum bemüht, die Arnika zu züchten.

Wirk- und Inhaltsstoffe

Zu den wirkstarken Inhaltsstoffen der Arnika zählen die in ihr enthaltenen ätherischen Öle, Flavonoide sowie Cholin und Bitterstoffe. Arnika ist als besonderes Wundheilmittel berühmt. Hierfür sind vor allem die in der Arnika enthaltenen Sesquiterpenlactone verantwortlich.

Anwendung

Die Beliebtheit der Arnika als äußerlich anzuwendende Heilpflanze basiert auf den vielfältigen Heilwirkungen der Pflanze. Bei Verstauchungen und Prellungen aber auch rheumatischen Erkrankungen kommen die entzündungshemmenden und abschwellenden Eigenschaften der Arnika zum Tragen.

Arnika ist zudem ein ausgezeichnetes Wundheilmittel. Sie wirkt nicht nur gegen Bakterien und Pilze sondern darüber hinaus auch immunstimulierend. Zudem eignet sich die Arnika zur Behandlung von Ödemen und Blutergüssen. Ähnlich wie Kortison kann die Arnika Entzündungen lindern.

Zubereitung, Darreichungsformen und Dosierung

Die Blüten der Arnika können zur Herstellung von Tees (nicht zum Trinken, sondern für Hautauflagen!), Dampfbädern oder von Tinkturen verwendet werden. Des Weiteren sind Schmerzsalben mit Arnika in der Apotheke erhältlich, die abschwellend wirken und darüber hinaus auch einen entzündungshemmenden und schmerzlindernden Effekt haben. Diese eignen sich insbesondere zur Behandlung von Verstauchungen, Prellungen sowie Blutergüssen. Umschläge, bei denen mit Arnikatee getränkte Tücher aufgelegt werden, können bei Gelenkentzündungen sowie schmerzenden Muskeln Linderung verschaffen.

Dank der entzündungshemmenden Wirkung der Arnika lässt sich diese auch bei unreiner Haut in Form eines Gesichtsdampfbads anwenden.

In der Kosmetikindustrie findet Arnika heutzutage Verwendung in Zahncremes oder Haarwässern.

Da Arnika eine sehr starke Wirkung besitzt, ist anzuraten, die Dosierung und Dauer der Anwendung individuell und je nach Indikation mit dem Arzt oder Heilpraktiker abzustimmen.

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile

Blüten

Wirkstoffe

Sesquiterpenlactone, ätherisches Öl, Flavonoide

Anwendung

Quetschungen, Prellungen, Verstauchungen, Venenerkrankungen, Muskelbeschwerden, Gelenkbeschwerden

Hinweise

Arnika wirkt bei Schwellungen und ist entzündungshemmend. Die Anwendung erfolgt rein äußerlich!

Wissenswerte Hinweise

Die Arnika gilt als eine der bekanntesten Arzneipflanzen der Homöopathie. Dennoch wird sie heutzutage nur noch äußerlich verwendet. Bei innerer Anwendung drohen gefährliche Nebenwirkungen wie Durchfall, Schwindel und Herzrhythmusstörungen.

Arnikapräparate, als äußerlich angewendetes Heilmittel, sollten auf der Haut nur in verdünnter Form angewendet werden. Vor der Anwendung empfiehlt es sich, stets sachkundigen Rat vom Experten einzuholen.

Quellenverzeichnis

Bäumler, Siegfried (2007): Heilpflanzen Praxis Heute. Porträts, Rezepturen, Anwendung. München: Urban & Fischer.
Bühring, Ursel (2007): Alles über Heilpflanzen. Erkennen, anwenden, gesund bleiben. Stuttgart: Ulmer.
Bühring, Ursel (2009): Praxis Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde. Grundlagen, Anwendung, Therapie. Stuttgart: Sonntag.

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