Asparagus (lat. Asparagus officinalis)

Asparagus (lat. Asparagus officinalis)

Asparagus – die Pflanze

Der Spargel (lat. Asparagus officinalis) ist nicht nur als beliebtes Gemüse bei Feinschmeckern bekannt. In der Naturmedizin wird er seit Jahrtausenden auch als Heilmittel sehr geschätzt. Hippokrates, der berühmteste Arzt der Antike, wusste bereits um seine gesundheitlichen Wirkungen. Besonders bekannt ist der Spargel für seinen entwässernden Effekt: Die Inhaltsstoffe fördern die Nierentätigkeit und kurbeln auf diese Weise die Wasserausscheidung an. Diese Wirkung der Heilpflanze kommt vor allem beim Entschlacken und Entsäuern zum Tragen.

Wirk- und Inhaltsstoffe

Das Spargelgemüse hat nicht nur den Vorteil, dass es viele Ballaststoffe enthält und besonders kalorienarm ist. Es liefert zudem wertvolle Mineralstoffe und Vitamine. Darüber hinaus enthält Spargel, vor allem seine besonders wohlschmeckenden Köpfe, die sogenannte Asparaginsäure. Dabei handelt es sich um eine spezielle Aminosäure, die harntreibend wirkt. Zudem enthält Spargel auch viel Kalium, das ebenfalls eine entwässernde Wirkung hat.

Der unangenehme Geruch, der vielen beim Wasserlassen nach dem Verzehr von Spargel auffällt, geht auf die im Gemüse enthaltenen Schwefelverbindungen (Asparagusinsäure) zurück. Ob der Urin nach einem Spargelessen unangenehm riecht oder nicht, ist übrigens eine Frage der Vererbung.

Neben diesen gesundheitlichen Effekten wird dem Spargel auch eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Die Frage, ob dies mit bestimmten Inhaltsstoffen oder eher mit der Form des edlen Gemüses zusammenhängt, ist nicht abschließend geklärt.

Anwendung

Heute wird die Heilkraft des Spargels in der Naturheilkunde vor allem in Form einer „Durchspültherapie“ bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege und als vorbeugende Maßnahme bei Nierengrieß genutzt. Um die durchspülende Wirkung zu erzielen, muss während der Behandlung auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Die entwässernde Wirkung des Spargels wird speziell auch sehr geschätzt, wenn es ums Entschlacken oder Entsäuern des Körpers geht.

Zubereitung, Darreichungsform und Dosierung

Neben der üblichen Verwendung als Gemüse kann Spargel zum Beispiel auch als gepresster Saft zum Einsatz kommen. Neben den Stangen können auch die Spargelwurzeln oder das Spargelkraut verwendet werden. Fertige Spargelpräparate stehen zum Beispiel in Form von Tabletten oder Pulver zur Verfügung und enthalten zumeist den Spargelwurzelstock. Kombiniert mit basischen Mineralien kommen die Inhaltsstoffe aus dem Spargel auch in Präparaten zum Einsatz, die zur gezielten Entschlackung und Entsäuerung des Körpers eingesetzt werden.

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile

Stangen, Wurzel, Kraut

Wirkstoffe

Asparaginsäure, Kalium, etc.

Anwendung

Bei Entzündungen der ableitenden Harnwege.
Zum Abnehmen, Entschlacken und Entsäuern.

Hinweise

Menschen mit hohen Harnsäurewerten, Nierenleiden oder eingeschränkter Herz- und Nierenfunktion sollten Spargel und Zubereitungen daraus meiden.
Der Spargelgeschmack geht in die Muttermilch über. Viele Säuglinge verschmähen nach einer Spargelmahlzeit der Mutter die Brust, daher sollten Stillende auf das Gemüse verzichten.

Wissenswerte Hinweise

Spargel ist gesund. Allerdings sind einige Ausnahmen zu beachten: Bei erhöhten Harnsäurewerten sollte man das Gemüse lieber von der Speisekarte streichen. Da vor allem die Spargelköpfe einen hohen Puringehalt aufweisen, kann ein Gichtschub ausgelöst werden. Auch Menschen mit Nierensteinen sollten die Finger von den Stangen lassen. Da der Spargel-Geschmack in die Muttermilch übergeht und viele Säuglinge ihn nicht ausstehen können, sollten stillende Mütter besser auf Spargel verzichten.

Quellenverzeichnis

Bäumler, Siegfried (2007): Heilpflanzen Praxis Heute. Porträts, Rezepturen, Anwendung. München: Urban & Fischer.

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