Berberitze (lat. Berberis vulgaris)

Berberitze (lat. Berberis vulgaris)

Berberitze – die Pflanze

Die Berberitze, die auch unter dem Namen Sauerdorn bekannt ist, beschert uns äußert leckere und sehr saure Früchte, die sich gut zu Marmelade verarbeiten lassen und durch ihren hohen Gehalt an Vitamin C unserer Gesundheit Gutes tun. Die Blätter und Rinde der Berberitze sind seit langem wertvoll für die Homöopathie, denn sie besitzen ganz andere Heilwirkungen als die roten Früchte der Berberitze.

Der Strauch der Berberitze hat sich von Nordafrika aus mittlerweile bis nach Europa und in Teile Asiens verbreitet, wo der dornige Strauch im Mai und Juni gelb blüht.

Man vermutet, dass die Berberitze schon in der Antike als Heilpflanze Verwendung fand. Nicht nur die Beeren der Berberitze werden schon lange in Form von Saft oder Marmelade geschätzt; volksmedizinisch nutzte man die Rinde und die Blätter der Berberitze als natürliches Mittel gegen Gallenleiden.

Heute spielt die Berberitze eine Rolle in der Homöopathie, wo sie zur Behandlung unterschiedlicher Krankheiten genutzt wird.

Wirk- und Inhaltsstoffe

Die Früchte der Berberitze sind reich an gesunden Vitaminen und Pflanzensäften und man sagte ihnen früher nach, dass sie bei Appetitlosigkeit sowie Leber- oder Gallenleiden helfen können. Diese Wirkung der Früchte wurde bisher allerdings nicht wissenschaftlich belegt. Heilende Kräfte, die zu homöopathischen Zwecken genutzt werden, sitzen aber in der Rinde und den Blättern der Berberitze. In ihnen stecken die sogenannten Alkaloide, wie Berberin und Berbamin, die das Wachstum von Krankheitserregern hemmen können.

Anwendung

Rheuma-Patienten beispielsweise können von der Berberitze profitieren, wenn sie diese als homöopathisches Präparat verwenden. Die Berberitze als Arzneipflanze kann nämlich helfen, rheumatische Schmerzen, die nach körperlicher Belastung noch stärker werden, zu lindern.

Aber auch bei der homöopathischen Behandlung von Harnwegsentzündungen spielt die Berberitze eine Rolle. Hier hat sich eine Kombination aus Berberitze, Spanischer Fliege und Bittersüßem Nachtschatten bewährt, denn die Symptome, die bei Erkrankungen der Blase auftreten, sind meist vielfältig und können mittels mehrerer Pflanzenstoffe gelindert werden.

Da der Inhaltstoff der Berberitze Berberin zudem die Gallentätigkeit anregt und die Verdauung fördert, wird die Berberitze auch bei der Behandlung von Krankheiten des Gallesystems eingesetzt.

Darreichungsformen

Mal abgesehen davon, dass die Früchte der Berberitze äußert gesund und bekömmlich sind, werden die wirkstarken Blätter und die Rinde der Berberitze ausschließlich zur Herstellung homöopathischer Zubereitungen verwendet und dürfen. Von einer Selbstmedikation wird dringend abgeraten.

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile

Blätter, Wurzelrinde Früchte eignen sich zum Verzehr

Wirkstoffe

Rinde/ Blätter: Alkaloide, Gerbstoffe Früchte:
Vitamin C

Anwendung

Rheuma, Blasenentzündung, Gallenblasenentzündung

Hinweise

Die homöopathische Behandlung mit Zubereitungen aus Blättern/ Rinde der Berberitze muss unter ärztlicher Anleitung erfolgen.ausgezeichnete Verträglichkeit.

Wissenswerte Hinweise

Berberitze darf auf keinen Fall während der Schwangerschaft und der Stillzeit verwendet werden.

Auch Patienten, die an Nierenerkrankungen leiden, sind von einer Behandlung mit Berberitze auszuschließen.

Eine zu hohe Dosierung der Berberitze kann zu Brechreiz, Bauchschmerzen und Durchfall führen. In jedem Fall gehört die Behandlung mit Arzneien, die aus Blättern und Rinde der Berberitze hergestellt werden, in die sachkundigen Hände eines Arztes!

Quellenverzeichnis

Bäumler, Siegfried (2007): Heilpflanzen Praxis Heute. Porträts, Rezepturen, Anwendung. München: Urban & Fischer.
Boksch, Manfred (2007): Das praktische Buch der Heilpflanzen. Kennzeichen, Brauchtum, Heilwirkung, Anwendung. München: BLV.

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