Brechnuss (lat. Strychnos nux-vomica)

Brechnuss (lat. Strychnos nux-vomica)

Brechnuss – die Pflanze

Dass Strychnin ein wirksames Gift ist, dürfte den meisten bekannt sein. Da mutet es fast schon ein wenig kurios an, dass eben dieses Gift die Samen der Brechnuss zu einem wertvollen Heilmittel macht. Vorausgesetzt, sie wird homöopathisch eingesetzt.

Die Brechnuss ist ein Baum, der eine stattliche Größe von an die zwanzig Meter erreichen kann und vor allem in tropischen Regionen wächst. Die Brechnuss wurde als Heilmittel bei uns erst recht spät bekannt. Vor etwa 300 Jahren begann man zunächst, die Brechnuss und das in ihr enthaltene Gift zu verwenden, um kleinere Tiere wie etwa Hunde oder Raben zu vergiften.

In Indien wird die Brechnuss dagegen schon seit Jahrhunderten medizinisch verwendet, etwa als Mittel gegen Verdauungsbeschwerden. Der seltsam klingende Name „Brechnuss“ scheint auf einer Verwechslung mit einer anderen Pflanze zu basieren. Denn trotz der vielen Eigenschaften, die die Brechnuss in der modernen Homöopathie besitzt: Ein Erbrechen wird durch sie nicht herbeigeführt. Im Gegenteil, die Brechnuss kann, in homöopathischer Dosierung, sogar bei Erbrechen und Übelkeit helfen.

Wirk- und Inhaltsstoffe

Das eigentlich giftige Strychnin ist der Inhaltsstoff, der die Brechnuss zu einem wirksamen Mittel bei verschiedenen Indikationen macht. Allerdings ausschließlich in homöopathischer Potenzierung. Denn die Brechnuss ist an sich eine sehr giftige Pflanze.

Anwendung

Heute wird die Brechnuss ausschließlich als homöopathisches Mittel in der Alternativmedizin verwendet. Hier spielt sie nicht nur eine Rolle, wenn Betroffene unter Übelkeit und Erbrechen leiden, sie wird auch bei Magen-Darm-Krämpfen und bei Verstopfung eingesetzt.

Die Brechnuss gilt in der Homöopathie als Mittel, das besonders für gestresste, hektische und gereizte Menschen geeignet ist, die im Beruf alles geben um Karriere zu machen und häufig nicht auf eine gesunde und ausgewogene Lebensweise achten.

Weil sich die Brechnuss bei Stress, Hektik und Überarbeitung bewährt hat, ist es auch ein Mittel, das in der Homöopathie bei Schlafstörungen verordnet wird. Denn die Brechnuss hilft Menschen, die abends nur schwer abschalten können. Auch wenn durch ein zu reichliches oder spätes Abendessen der gewünschte Schlaf nicht einsetzen will, kann die Brechnuss angewendet werden.

Darreichungsformen

Aufgrund seiner Giftigkeit wird der Samen aus den Früchten der Brechnuss heute ausschließlich für homöopathische Potenzierungen verwendet und darf auch nur in dieser Form nach ärztlicher Verordnung angewendet werden.

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile

Samen aus den Früchten

Wirkstoffe

Strychnin

Anwendung

Magen-Darm-Krämpfe, Übelkeit, Verstopfung, Beschwerden durch Genussmittel, Überreiztheit, Schlafstörungen

Hinweise

Brechnuss ist eine stark giftige Pflanze und darf ausschließlich in Form von homöopathischen Zubereitungen angewendet werden.

Wissenswerte Hinweise

Vermutlich wird man hierzulande nicht so einfach auf einen Baum der Brechnuss stoßen, aber dennoch: Denken Sie daran, dass die Brechnuss eine wirklich sehr giftige Pflanze ist und daher nur in Form von homöopathischen Auszügen heilende Wirkung besitzt. Falsch eingenommen besteht Vergiftungsgefahr mit Symptomen wie Zuckungen und Krämpfen bis hin zur Erstickung.

Quellenverzeichnis

Bäumler, Siegfried (2007): Heilpflanzen Praxis Heute. Porträts, Rezepturen, Anwendung. München: Urban & Fischer.

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