Eukalyptus (lat. Eucalyptus globulus)

Eukalyptus (lat. Eucalyptus globulus)

Eukalyptus – die Pflanze

Der Eukalyptus ist vielen als die Hauptnahrungsquelle der drolligen kleinen Koalabären bekannt. Denn Australien ist nicht nur die Heimat der Koalas, auch die meisten Eukalyptusarten stammen vom fünften Kontinent. Aber auch in unseren Breiten lässt sich der Eukalyptus anpflanzen – dann allerdings nur als Zierpflanze.

Der rasant wachsende Eukalyptus gehört übrigens zur Familie der Myrtengewächse. Er braucht sehr viel Wasser um sich zu entfalten und wird darum auch genutzt um in subtropischen Gebieten Sümpfe zu entwässern.

Schon für die Ureinwohner Australiens, die Aboriginies, war die Eukalyptuspflanze ein viel verwendetes Heilmittel, das sie zur Behandlung von Asthma ebenso einsetzten wie zur Kühlung von Insektenstichen.

Hierzulande sind vor allem Eukalyptusbonbons beliebt. Die Pflanze, die auch Fieberbaum genannt wird, steckt aber nicht nur in Bonbons. Das ätherische Öl, das sich aus dem Eukalyptus gewinnen lässt, verfügt über hervorragende Heileigenschaften und wird vielfältig zur Linderung von Erkältungsbeschwerden eingesetzt.

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Wirk- und Inhaltsstoffe

Ausschlaggebend für die gute Wirkung bei Bronchitis und Husten und anderen Atemwegserkrankungen ist das ätherische Öl, das im Eukalyptus steckt. Der Hauptbestandteil dieses Öls ist das Cineol, ein sehr gut verträglicher Stoff der Natur, der eine stark entzündungshemmende Wirkung besitzt.

Anwendung

Ist eine Erkältung im Anmarsch kann der Eukalyptus helfen, Beschwerden zu lindern. Bei Husten, Bronchitis und anderen Atemwegserkrankungen kann eine Inhalation mit Eukalyptusöl rasch helfen Schleim zu lösen und das Abhusten zu erleichtern. Eukalyptus lässt uns so wieder freier Atmen.

Aber auch bei einer Entzündung der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) erzielen Präparate mit Eukalyptus hervorragende Resultate. Eukalyptus bremst die Vermehrung von Krankheitserregern und medizinische Studien belegen sogar, dass das Cineol des Eukalyptusöls die Ausschüttung von Entzündungsstoffen hemmen kann.

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Animation über Asthma und den Einsatz von Cineol bei Atemswegerkrankungen

Auch bei grippalen Infekten, die mit Glieder- und Muskelschmerzen einhergehen, kann der Eukalyptus lindernd eingesetzt werden. Hierfür sind vor allem Eukalyptusbäder hervorragend geeignet. Dabei wird das ätherische Öl des Eukalyptus nicht nur inhaliert, sondern auch über die Haut aufgenommen. Es fördert die Durchblutung und lindert so Schmerzen in Muskeln und Sehnen.

Darreichungsformen

Es gibt eine große Auswahl an Präparaten, die Eukalyptus enthalten. Neben den beliebten Hustenbonbons gibt es ihn in Form von Tropfen, Kapseln und Balsam und natürlich als Erkältungsbad.

Heute gibt es hoch wirksame Fertigarzneien, die das aus dem Eukalyptusöl isolierte reine Cineol enthalten, in Form von Kapseln oder Balsam. Vorteil bei Verwendung des reinen Cineols: es ist besser verträglich.

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile

Blätter

Wirkstoffe

ätherisches Öl, Gerbstoffe, Triterpene

Anwendung

Erkältungskrankheiten, entzündliche Erkrankungen der Atemwege wie Bronchitis und Husten, Muskel- und Weichteilrheuma

Hinweise

Nicht geeignet für Patienten mit Lebererkrankungen, Magenerkrankungen oder Erkrankungen der Gallenwege. Bei Kleinkindern nicht im Gesicht auftragen. Diabetiker sollten Eukalyptus nur nach Rücksprache mit dem Arzt einsetzen.

Wissenswerte Hinweise

Eukalyptusöl ist stark im Kampf gegen Erkältungskrankheiten, sollte aber niemals in die Augen oder auf offene Wunden gelangen – denn dort brennt es sehr stark. Säuglinge und Kleinkinder sollten daher niemals im Gesicht mit Eukalyptusöl behandelt werden.

Sollten Sie an einer Erkrankung der Gallenwege oder des Magen-Darm-Bereichs sowie der Leber leiden, ist von einer Verwendung von Eukalyptusöl dringend abzuraten. Das ätherische Öl kann in das Enzymsystem der Leber eingreifen und sogar die Wirkung anderer Arzneimittel abschwächen. Fragen Sie immer Ihren Arzt ob und in welcher Form Sie Eukalyptus verwenden können.

Weitere Informationen zu Anwendungsgebieten von Eukalyptus finden Sie auf der Seite www.erkaeltung-online.com

Quellenverzeichnis

Bäumler, Siegfried (2007): Heilpflanzen Praxis Heute. Porträts, Rezepturen, Anwendung. München: Urban & Fischer.
Bühring, Ursel (2007): Alles über Heilpflanzen. Erkennen, anwenden, gesund bleiben. Stuttgart: Ulmer.
Bühring, Ursel (2009): Praxis Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde. Grundlagen, Anwendung, Therapie. Stuttgart: Sonntag.

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