Gelber Jasmin (lat. Gelsemium sempervirens)

Gelber Jasmin (lat. Gelsemium sempervirens)

Gelber Jasmin – die Pflanze

Der Gelbe Jasim ist eigentlich gar keine Jasmin Art und wird darum auch „Falscher Jasmin“ genannt. Als Gelber Jasmin wurde dieser giftige Strauch wohl benannt, weil seine gelben Blüten einen intensiven Duft verströmen, der stark an den Geruch des echten Jasmins erinnert.

Der Gelbe Jasmin ist in Nordamerika zuhause, erfreut sich als Zierpflanze aber auch in unseren Breiten wegen seiner schönen Blüte großer Beliebtheit. Das Gift, das im Gelben Jasmin steckt, hat eine lähmende Wirkung auf die Muskulatur und wurde schon von den Ureinwohnern Nordamerikas verwendet, etwa wenn sie sich zu einem Rachefeldzug entschlossen. Heute wird der gelbe Jasmin als homöopathisches Mittel vor allem bei Grippekatarrh verwendet.

Wirk- und Inhaltsstoffe

Der Gelbe Jasmin enthält eigentlich giftige Stoffe, die sogenannten Indolalkaloide, aber auch Hydrocumarine und ätherisches Öl. Diese Stoffe sitzen in allen Teilen des Gelben Jasmin, ihre therapeutische Wirkung ist eher gering und wird nur in homöopathischen Zubereitungen verwendet. Die Alkaloide im Gelben Jasmin haben so verwendet eine Wirkung auf das Nervensystem und können schmerzlindernd wirken.

Anwendung

Bei Infektionskrankheiten, die mit Kopfschmerzen einhergehen, aber auch bei nervösen Störungen wird der Gelbe Jasmin in der Homöopathie eingesetzt. Wenn der ganze Körper schmerzt, wir uns geschwächt und matt fühlen kann Gelber Jasmin helfen. Meistens wird Gelber Jasmin bei typischen Symptomen eines grippalen Infekts verordnet, beispielsweise bei Kopfschmerzen und ausgeprägter Müdigkeit. Er spielt aber auch eine Rolle für die Behandlung von Nervosität, innerer Unruhe und dem ungeliebten „Lampenfieber“.

Darreichungsformen

Der Gelbe Jasmin wurde in sehr geringer Dosierung schon früh als beruhigendes Mittel verwendet. Heute wird er ausschließlich in Form von homöopathischen Zubereitungen mit minimaler Dosierung verordnet.

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile

Wirkstoffe

Indolalkaloide, Hydrocumarine, ätherisches Öl.

Anwendung

Infektionskrankheiten mit Kopfschmerzen und Müdigkeit, nervöse Unruhe

Hinweise

Gelber Jasmin ist stark giftig und darf daher ausschließlich als homöopathische Zubereitung verwendet werden.

Wissenswerte Hinweise

Der Gelbe Jasmin gehört zu den sehr stark giftigen Pflanzen und eine Überdosierung kann sogar tödlich wirken. Darum darf er nur verwendet werden, wenn er in Form einer homöopathischen Zubereitung vom Arzt verordnet wurde. Eine Vergiftung durch gelben Jasmin kann sich dadurch äußern, dass das Sehvermögen gestört ist, der Mund trocken wird, die Lider schwer werden und es schließlich zu starkem Erbrechen kommt. Im schlimmsten Fall tritt eine Atemlähmung ein, die tödlich ist.

Patienten, die an Herzschwäche leiden, sind von einer Therapie mit Gelbem Jasmin grundsätzlich ausgeschlossen.

Quellenverzeichnis

Bäumler, Siegfried (2007): Heilpflanzen Praxis Heute. Porträts, Rezepturen, Anwendung. München: Urban & Fischer.

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