Ginkgo (lat. Ginkgo biloba)

Ginkgo (lat. Ginkgo biloba)

Ginkgo – die Pflanze

Als „Urvater“ aller Heilpflanzen könnte man den Ginkgo, den nur wenige unter seinem Zweitnamen Fächerblattbaum kennen, zu Recht bezeichnen.

Der Ginkgo ist so etwas wie eine Art lebendes Fossil, denn seine Geschichte reicht über 250 Millionen Jahre zurück in die Zeit, als nicht der Mensch, sondern die Dinosaurier auf unserer Erde lebten.

In den entlegenen Bergwäldern Chinas trotze der Ginkgo sämtlichen Klimaveränderungen und Katastrophen, so dass wir bis heute von seinen heilenden Kräften profitieren können.

Der Ginkgo scheint über unbesiegbare Kräfte zu verfügen. Der Vater aller Bäume ist robust und wächst rasch. Die Heilenden im alten China wussten die Kraft des Ginkgo schon früh zu schätzen und nutzen ihn um die geistige Aktivität zu steigern.

Doch erst in jüngerer Zeit scheint der Siegeszug des Ginkgo als moderne Heilpflanze auch in unseren Breiten begonnen zu haben. Denn erst in diesem Jahrhundert zogen die heilenden Wirkstoffe die sich in den Blättern des Ginkgos befinden, in unsere moderne Medizin ein.

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Wirk- und Inhaltsstoffe

Es ist wohl die Kombination aus Flavonoiden, Proanthocyanidinen und Terpenen, die in den Blättern des Ginkgo stecken, die ihm seine Wirksamkeit bei Gedächtnisstörungen verleiht.

Anwendung

Ginkgo kann nachweislich die Durchblutung des Gehirns fördern und darüber hinaus unsere Nervenzellen schützen. Ginkgo-Arzneien werden dann verwendet, wenn es darum geht, Hirnleistungsstörungen, die durch eine mangelnde Durchblutung des Gehirns hervorgerufen werden, zu regulieren.

Aber auch bei bestimmten Formen des Schwindels oder bei Tinnitus wird Ginkgo eingesetzt. Ginkgo wird sowohl als vorbeugende Arznei verwendet als auch zur Therapie akuter Hirnleistungsstörungen. Ginkgo kann helfen, vital und geistig wach zu bleiben und ist darum sehr beliebt bei älteren Menschen.

Darreichungsformen

Ginkgo ist in verschiedenen Fertigpräparaten(z.B. Kapseln) zu finden, die es in der Apotheke und der Drogerie zu kaufen gibt. Denn eine Darreichung von Ginkgo ist laut Experten nur in Form von Fertigpräparaten, die eine standardisierte Dosis von Ginkgo-Extrakten enthalten, sinnvoll.

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile

Blätter

Wirkstoffe

Flavonoide, Biflavonoide, Proanthocyanidine, Terpene

Anwendung

Gedächtnisstörungen, Hirnleistungsstörungen, Formen von Schwindel

Hinweise

Nicht während Schwangerschaft und Stillzeit einnehmen. Nicht für Kinder geeignet.

Wissenswerte Hinweise

Ginkgo darf nicht während der Schwangerschaft und der Stillzeit eingenommen werden und ist auch für Kinder unter 12 Jahren nicht geeignet.

Besonders bei der gleichzeitigen Einnahme von Arzneimitteln, die die Blutgerinnung hemmen, sollten Sie mit dem Arzt besprechen, ob und in welcher Dosierung Sie Ginkgo einnehmen dürfen.

Quellenverzeichnis

Bäumler, Siegfried (2007): Heilpflanzen Praxis Heute. Porträts, Rezepturen, Anwendung. München: Urban & Fischer.
Bühring, Ursel (2007): Alles über Heilpflanzen. Erkennen, anwenden, gesund bleiben. Stuttgart: Ulmer.
Bühring, Ursel (2009): Praxis Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde. Grundlagen, Anwendung, Therapie. Stuttgart: Sonntag.

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