Goldrute (lat. Solidago virgaurea)

Goldrute (lat. Solidago virgaurea)

Goldrute – die Pflanze

Schon unsere Vorfahren, die alten Germanen, schätzten das Kraut der Goldrute und verwendeten es als wirksames Wundheilmittel. Und bereits im Mittelalter wurden die Heilkräfte der Goldrute für die Nieren entdeckt.

Die Goldrute verdankt ihren schillernden Namen wohl vor allem ihren goldfarbenen Blüten. Sie ist ansonsten eine eher unauffällige Pflanze, die sich gern auf trockenen Waldböden oder in Gebüschen ansiedelt.

Die Goldrute gehört zur Familie der Korbblütler und wächst als Staude in Teilen Asiens und in Europa. Heute ist die Goldrute aus dem „Apothekerschrank der Heilpflanzen“ nicht mehr wegzudenken.

Wirk- und Inhaltsstoffe

Durch die Kombination aus Flavonoiden, Saponinen,Diterpenen und ätherischem Öl, die im Kraut der Goldrute enthalten sind, wirkt die Goldrute krampflösend, entzündungshemmend und durchspülend.

Sie ist darum nicht nur wirksames Heilmittel bei Wunden und entzündlichen Hauterkrankungen, die Wirkprinzipien der Goldrute eigenen sich auch hervorragend für die Therapie von Harnwegsentzündungen und haben einen positiven Einfluss auf die Tätigkeit der Nieren.

Anwendung

Ähnlich wie Kamillenblüten lässt sich auch das Kraut der Goldrute zur Behandlung von schlecht heilenden Wunden und Hautausschlägen nutzen.

Besonders wichtig ist die Goldrute bis heute aufgrund ihrer heilenden Wirkung bei Erkrankungen der Harnwege und bei chronischer Reizblase. Bei Harnwegsinfektionen kann sich die Zahl von Bakterien innerhalb kürzester Zeit um ein Vielfaches vermehren. Typisch sind dann sehr plötzlich eintretende Beschwerden wie etwa Schmerzen beim Wasserlassen. Der hochdosierte Gebrauch von Präparaten, die Goldrute enthalten, kann dann rasche Abhilfe leisten und dabei helfen, die Bakterien aus dem Körper zu schwemmen. Damit ist die Goldrute dank ihrer harntreibenden Wirkung eine natürliche Alternative zu Antibiotika bei leichten Harnwegsinfektionen und mitunter auch Patienten zu empfehlen, die unter einer chronischen Reizblase leiden.

Darreichungsformen

Natürlich lässt sich Goldrute hervorragend als Tee zubereiten. Dieser kann relativ einfach selbst hergestellt oder auch als fertige Mischung gekauft werden. Mittlerweile gibt es im Handel zahlreiche Präparate, die Goldrute in verschiedenen Dosierungen enthalten und beispielsweise in Kapselform erhältlich sind.

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile

Kraut

Wirkstoffe

Flavonoide, Saponine, Diterpene, ätherisches Öl

Anwendung

Entzündungen der ableitenden Harnwege, chronische Reizblase, Nierengrieß, schlecht heilende Wunden, Hautausschläge

Hinweise

Nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit verwenden. Nicht verwenden bei Ödemen, die durch eine Herz- oder Nierenerkrankung entstanden sind.

Wissenswerte Hinweise

Die Goldrute darf nicht während der Schwangerschaft und der Stillzeit eingenommen werden. Personen, die herz- oder nierenkrank sind und bei denen sich aufgrund dieser Erkrankung Ödeme entwickelt haben, müssen auf die Therapie mit Goldrute verzichten.

Tatsächlich gibt es auch eine Allergie gegen Korbblütler. Betroffene mit einer derartigen Allergie dürfen die Goldrute nicht verwenden.

Die entzündungshemmenden und krampflösenden Eigenschaften sind übrigens bei der Echten Goldrute am stärksten ausgeprägt, aber auch ihre Verwandten, die Kanadische Goldrute und die Riesengoldrute verfügen über harntreibende Eigenschaften.

Quellenverzeichnis

Bäumler, Siegfried (2007): Heilpflanzen Praxis Heute. Porträts, Rezepturen, Anwendung. München: Urban & Fischer.
Bühring, Ursel (2007): Alles über Heilpflanzen. Erkennen, anwenden, gesund bleiben. Stuttgart: Ulmer.
Bühring, Ursel (2009): Praxis Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde. Grundlagen, Anwendung, Therapie. Stuttgart: Sonntag.

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