Huflattich (lat. Tussilago farfara)

Huflattich (lat. Tussilago farfara)

Huflattich – die Pflanze

Als eine der ersten Pflanzen, die im Frühling blühen, ist der Huflattich auch bei uns bekannt. Denn seine leuchtend gelben Blüten kündigen die so sehnsüchtig erwartete, warme Jahreszeit an. Dabei ist die Blüte des Huflattich‘ ziemlich vorwitzig, lange bevor sich die Huflattich-Blätter entwickeln, streckt sie ihren Kopf aus den Schneeresten hervor.

Der Huflattich gehört zu den Korbblütlern und ist eine sehr genügsame Pflanze, denn sie wächst auch auf sandigen Böden und zwischen Kies. In weiten Teilen der Erde ist der Huflattich verbreitet und schon lange wird er als Heilpflanze vielerorts geschätzt.

Schon die Römer wussten den Huflattich geschickt bei „Entzündungen der Brust“, also bei Husten zu verwenden. Im Mittelalter war das Rauchen der Huflattich-Blätter eine gebräuchliche Behandlung bei Husten, denn auf diese Weise sollte er schleim- und krampflösend wirken. Auch wenn diese Art der Anwendung heute kurios klingen mag ‐ bis heute hat sich der Huflattich seinen Ruf als eines der besten Hustenmittel bewahrt.

Wirk- und Inhaltsstoffe

Die Wirkstoffe im Huflattich sind von der Natur fantastisch aufeinander abgestimmt worden. Durch Gerb- und Bitterstoffe, reichlich Schleim und wertvolle Flavonoide wirkt der Huflattich reizmildernd, keimhemmend und schleimverflüssigend. Darum ist er so gut für die Behandlung von entzündeten Atemwegen geeignet.

Anwendung

Von Husten über Bronchitis bis hin zu Asthma, das „Spezialgebiet“ des Huflattichs ist die Linderung von Erkrankungen der Atmungsorgane. Er hilft dabei, Husten zu lösen und hemmt das Wachstum von Krankheitserregern. Sein Schleim legt sich wie ein sanfter Film auf gereizte Schleimhäute im Hals und hilft so, Schmerzen zu lindern. Zudem schafft es der Huflattich die Schleimhäute zu stärken, so dass er auch bei chronischer Bronchitis gerne eingesetzt wird.

Huflattich kann aber auch für die Behandlung von kleinen Wunden äußerlich angewendet werden, hier hilft er entzündungshemmend und fördert die Wundheilung.

Darreichungsformen

Aus Huflattich lässt sich problemlos ein Tee zubereiten, der bei Bronchitis oder Reizhusten wirkt. Hierfür braucht man lediglich Huflattichblätter, die man mit lauwarmem Wasser übergießt und ziehen lässt. Empfehlenswert sind auch fertig zubereitete Teemischungen in denen neben dem Huflattich weitere Heilkräuter wie etwa Thymian, Fenchel oder Melisse stecken. Eine solche „Kräuter-Kombi“ kann sehr effektiv dabei helfen, Husten und Bronchitis zu lindern.

Um Hautprobleme wie etwa Akne oder unreine Haut zu behandeln, gibt es Kosmetika mit Huflattich.

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile

Blüten, Blätter

Wirkstoffe

Bittersäuren, Gerbstoffe, Schleimstoffe

Anwendung

Atemwegserkrankungen wie Bronchitis, Husten, Asthma

Hinweise

Huflattich nicht länger als 3 Wochen einnehmen.

Wissenswerte Hinweise

Huflattich hat keine Nebenwirkungen, er sollte aber nicht über einen zu langen Zeitraum eingenommen werden, denn dauerhaft tut er unserer Leber nicht gut. Huflattich eignet sich daher eher kurzfristig zur Behandlung akuter Beschwerden und sollte nicht länger als 2 bis 3 Wochen durchgehend eingenommen werden.

Quellenverzeichnis

Bäumler, Siegfried (2007): Heilpflanzen Praxis Heute. Porträts, Rezepturen, Anwendung. München: Urban & Fischer.
Bühring, Ursel (2007): Alles über Heilpflanzen. Erkennen, anwenden, gesund bleiben. Stuttgart: Ulmer.
Bühring, Ursel (2009): Praxis Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde. Grundlagen, Anwendung, Therapie. Stuttgart: Sonntag.

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