Indisches Lungenkraut (lat. Adhatoda vasica)

Indisches Lungenkraut

Indisches Lungenkraut – die Pflanze

Das indische Lungenkraut kommt ursprünglich aus dem Himalaya, wo es schon lange einen Platz als wirksame Heilpflanze hat.

Der Strauch hat auffallend große Blätter und charakteristische, große weiße Blüten mit roten Streifen. Heute kommt dem indischen Lungenkraut, das zur Familie der Akanthusgewächse gehört, vor allem in der ganzheitlichen Medizin Bedeutung zu und es wird bei Erkrankungen der Atemwege, speziell bei Hauschnupfen eingesetzt.

Das immergrüne Strauchgewächs trägt seltsam anmutende behaarte Kapselfrüchte mit nur vier Samen. Es wird heute in vielen Regionen der Erde kultiviert. Schon vor mehr als 3000 Jahren wurde es in seiner Heimat genutzt, um asthmatische Erkrankungen zu lindern. Hildegard von Bingen erwähnte eine Pflanze namens „Lungenwurtz“ auch hierzulande. Und meinte damit die Adhatoda vasica.

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Wirk- und Inhaltsstoffe

Heute werden die heilenden Wirkstoffe des Indischen Lungenkrauts, die sogenannten Alkaloide, ausschließlich für homöopathische Zwecke genutzt. Sie werden vor allem bei der Therapie von Schleimhautentzündungen eingesetzt, haben aber auch bei der Behandlung von Heuschnupfen eine wichtige Bedeutung.

Denn die Adahatodapflanze vereint Wirkeigenschaften in sich, die eine gezielte Behandlung von akuten Heuschnupfenbeschwerden ermöglichen. Das indische Lungenkraut enthält ein ätherisches Öl und in seinen Blättern das Alkaloid Vasicin. Vasicin hat die Eigenschaft, die Bronchien zu entkrampfen und wirkt zudem erweiternd. So wurden schon vor fünfzig Jahren auf Basis von Vasicin, das im indischen Lungenkraut reichlich enthalten ist, schleimlösende Wirkstoffe entwickelt, die in Arzneimitteln von heute verwendet werden.

Anwendung

Indisches Lungenkraut, die Adhatodapflanze, kann dabei helfen, überflüssigen Schleim schneller abzutransportieren und dementsprechend das Atmen zu erleichtern. Extrakte aus Adhatoda-Blättern werden also gerne bei Erkältungsschnupfen, Bronchitis, Asthma und Nasennebenhöhlenentzündungen verwendet.

Vor allem in der Therapie von Heuschnupfen wird das indische Lungenkraut heute gerne im Rahmen einer homöopathischen Therapie eingesetzt. Beim Heuschnupfen leiden Betroffene zumeist unter lästigen Niesanfälle, Husten und stark juckenden Augen, die ständig tränen. Der Kopf ist bei akutem Heuschnupfen oft schwer und ein übler Schnupfen lässt die Nase schnell wund werden. Genau hier setzt eine Therapie mit indischem Lungenkraut an. Denn es hilft gezielt, asthmatische Beschwerden und Heuschnupfen zu lindern.

Darreichungsformen

Das indische Lungenkraut wird bei uns in der Homöopathischen Medizin verwendet, das bedeutet, dass die Auszüge aus indischem Lungenkraut in verdünnter Form zur Therapie beispielsweise bei Heuschnupfen genutzt werden. Das indische Lungenkraut ist als Bestandteil homöopathischer Arzneimittel zum Einsatz bei Allergien und gegen Heuschnupfen in der Apotheke erhältlich.

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile

Kraut

Wirkstoffe

Alkaloide

Anwendung

Asthma, Erkrankungen der Atemwege, Heuschnupfen (homöopathisch)

Hinweise

Nicht während der Schwangerschaft anwenden.

Wissenswerte Hinweise

Das indische Lungenkraut darf nicht während einer bestehenden Schwangerschaft verwendet werden. Da es für die Therapie von Heuschnupfen und asthmatischen Erkrankungen in der Homöopathie genutzt wird, ist eine Behandlung solcher Erkrankungen unter ärztlicher Anleitung sinnvoll. Denn nur so kann sichergestellt werden, dass das indische Lungenkraut in der richtigen Dosierung eingenommen wird. Das indische Lungenkraut kann – falsch dosiert – zu Übelkeit und Erbrechen führen. Fragen Sie Ihren behandelnden Arzt, ob das indische Lungenkraut für Sie zur Therapie von Heuschnupfen und Asthma geeignet ist.

Quellenverzeichnis

Bäumler, Siegfried (2007): Heilpflanzen Praxis Heute. Porträts, Rezepturen, Anwendung. München: Urban & Fischer.
Boksch, Manfred (2007): Das praktische Buch der Heilpflanzen. Kennzeichen, Brauchtum, Heilwirkung, Anwendung. München: BLV.
Bühring, Ursel (2007): Alles über Heilpflanzen. Erkennen, anwenden, gesund bleiben. Stuttgart: Ulmer.
Bühring, Ursel (2009): Praxis Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde. Grundlagen, Anwendung, Therapie. Stuttgart: Sonntag.

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