Jambulbaum (lat. Syzygium cumini)

Jambulbaum (lat. Syzygium cumini)

Jambulbaum – die Pflanze

Der Jambulbaum ist eine beeindruckende immergrüne Pflanze von bis zu 15 Metern Höhe. Syzygium cumini, so der lateinische Name des Jambulbaums, zählt zur Familie der Myrrthengewächse. Seine kleinen Früchte, die äußerlich etwas an Datteln erinnern, werden bisher vornehmlich in der homöopathischen Medizin verwendet. Während der Jambulbaum trotz seiner vielfältig heilenden Kräfte in Europa derzeit noch zu den eher unbekannteren Heilpflanzen zählt, werden seine heilenden Wirkstoffe, die vor allem in den Samen, aber auch in der Rinde des Jambulbaums sitzen, in seiner Heimat Indien und Malaysia schon seit langer Zeit als Naturarznei, beispielsweise zur Behandlung von Durchfallerkrankungen, eingesetzt. In Indien wird der Jambulbaum darüber hinaus als „heilige Pflanze“ verehrt und an geheiligten Orten gepflanzt, um dem Gott Krishna zu huldigen.

In Deutschland beschäftigt sich die Arznei-Forschung derzeit besonders stark mit Wirkstoffen, die aus den Samen des Jambulbaums gewonnen werden können. Erste Forschungsergebnisse zeigen eine therapeutische Wirkung im Zusammenhang mit Diabetes mellitus.

Wirk- und Inhaltsstoffe

Der Jambulbaum besitzt Flavonoide und sogenannte Triterpene, die in Rinde, Früchten und Samen sitzen. Seine hohe Konzentration an Gerbstoffen verleiht dem Jambulbaum eine adstrinigierende, das heißt zusammenziehende Wirkung.

Anwendung

In der Phytotherapie, also der Medizin, die auf pflanzliche Arzneien setzt, wird der Jambulbaum teilweise zur Behandlung von Hauterkrankungen genutzt, hierzu wird die Rinde des Jambulbaums genutzt. Besonders interessant ist der Jambulbaum als Heilpflanze, die zur unterstützenden Therapie bei Diabetes mellitus verwendet werden kann, denn Syzygium scheint blutzuckersenkende Eigenschaften zu besitzen. Der positive Einfluss der Samen des Jambulbaums auf den Blutzuckerspiegel wird schon seit Jahren wissenschaftlich untersucht, leider gibt es aber bislang noch keine klinischen Studien. In Tierversuchen und in Modellen wurde aber immer wieder ein Zusammenhang zwischen der Gabe von Syzygium cumini und dem Einfluss auf den Blutzuckerspiegel deutlich. So können Diabetiker zukünftig dank des Jambulbaums möglicherweise Ihre Stoffwechselstörung positiv beeinflussen und den Jambulbaum, besser gesagt Auszüge aus seinen Samen, anwenden und so die mit dem Arzt abgestimmte Diabetes Therapie homöopathisch unterstützen.

Dosierung

Für die unterstützende Therapie bei Diabetes mellitus eignen sich Auszüge aus den Samen der Jambulpflanze. Eine solche homöopathische Tinktur mit Auszügen aus den getrockneten Samen des Jambulbaum gibt es in der richtigen Dosierung in der Apotheke. In der Volksmedizin existieren auch Rezepte für Zubereitungen aus der Rinde vom Jambulbaum – etwa um Hauterkrankungen zu behandeln. Tees und Aufgüsse werden in der Volksmedizin auch teilweise zur Behandlung von Durchfall genutzt.

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile

Samen, Rinde, Früchte

Wirkstoffe

Gerbstoffe, Flavonoide

Anwendung

zur unterstützenden Behandlung bei Diabetes mellitus, bei Durchfallerkrankungen und Hauterkrankungen

Hinweise

Der Jambulbaum ersetzt nicht die grundständige ärztlich kontrollierte Diabetes Therapie

Hinweise

Der Jambulbaum eignet sich als homöopathisches Arzneimittel zur unterstützenden Therapie bei Diabetes mellitus, er ersetzt aber keinesfalls die Grundsäulen der Diabetes-Therapie wie die medikamentöse Behandlung mit blutzuckersenkenden Medikamenten bzw. der Gabe von Insulin, regelmäßige Blutzuckerkontrolle, ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung.

Fragen Sie im Zweifelsfall immer Ihren Arzt, ob der Jambulbaum, beziehungsweise die Auszüge aus seinen Samen für Sie zur Behandlung von Diabetes geeignet ist.

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