Kardamom (lat. Elettaria cardamomum)

Kardamom (lat. Elettaria cardamomum)

Kardamom – die Pflanze

Kardamom zählt zu jenen Gewürzpflanzen, die es aus Asiens Küche bis nach Deutschland geschafft haben. Kardamom gehört übrigens zu den Ingwergewächsen. Im Gegensatz zum „echten“ Ingwer nutzt man aber nicht die Wurzel, sondern die Früchte und Samen, die Kardamom entwickelt.

Kardamom schmeckt intensiv aromatisch und ist vielen bekannt als entscheidende Zutat für eine gute Lebkuchengewürzmischung.

Nicht nur die Früchte heißen Kardamom, sondern auch die Pflanze selbst trägt diesen Namen. Sie ist ein Kraut mit sehr starken Wurzeln und kann bis zu drei Meter hoch werden. Die Heimat des Kardamoms liegt im Süden Indiens, darum wird er in der indischen Medizin – dem Ayurveda – schon sehr lange als traditionelles Heilmittel verwendet, das bei Verdauungsbeschwerden helfen kann.

Wirk- und Inhaltsstoffe

Zu den wertvollen Inhaltsstoffen, die ihn auch zu einer so wertvollen Heilpflanze machen, gehören ätherisches Öl, Borneol und Kampfer. Medizinisch verwendet man die Früchte und Samen des Kardamoms. Kardamom wirkt dank seiner Inhaltsstoffe krampflösend und verdauungsfördernd und hat insgesamt eine anregende Wirkung auf unseren Körper. Durch Kardamom wird die Bildung von Gallen- und Magensaft stimuliert, was sich insgesamt positiv auf unsere Verdauung auswirkt.

Es heißt übrigens, dass Kardamom auch gegen unangenehmen Mundgeruch helfen soll!

Anwendung

Zu den Hauptanwendungsgebieten des Kardamoms gehören Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Völlegefühl, denn hier kann die kleine Frucht der Gewürzpflanze anregend wirken und sozusagen die Verdauung „ankurbeln“.

Aber auch bei krampfartigen Schmerzen wie etwa bei Menstruationsbeschwerden kann Kardamom lindernd sein.

Darreichungsformen

Kardamom eignet sich natürlich bestens um verschiedene Speisen zu würzen und dabei ganz nebenbei während des Essens der Gesundheit etwas Gutes zu tun. Allerdings wird er bei uns, anders als in Indien, meistens zur Herstellung von Weihnachtsleckereien wie Spekulatius und Lebkuchen verwendet.

Doch auch in manchen Fertigarzneien ist Kardamom ein Bestandteil. Beispielsweise im allseits bekannten Melissengeist, der für viele verschiedene Beschwerden von Wetterfühligkeit über Schlafprobleme bis hin zu Herz-Kreislauf-Beschwerden hin zu genutzt wird, ist neben 12 weiteren Pflanzenextrakten auch Kardamom enthalten.

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile

Früchte, Samen

Wirkstoffe

ätherisches Öl, Borneol, Kampfer

Anwendung

Verdauungsbeschwerden, Menstruationskrämpfe

Wissenswerte Hinweise

Kardamom ist ein bekömmliches Gewürz, von dem keine Nebenwirkungen bekannt sind. Vorausgesetzt, es wird in angemessener Dosierung eingesetzt, so wie es beispielsweise bei Melissengeist der Fall ist.

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