Knoblauch (lat. Allium sativum)

Knoblauch (lat. Allium sativum)

Knoblauch – die Pflanze

Von Liebhabern liebevoll „Knofi“ genannt und von anderen konsequent gemieden: am Knoblauch scheiden sich die Geister. Und schon mancher hatte tagelang mit Geruch und Nachgeschmack der Knolle zu kämpfen.

Die Lauchart, die einst nur als Armenessen verpönt war, ist aber eine echte „Kraftknolle“.

Der Knoblauch zählt zur Gattung der Liliengewächse und gehört damit zu den ältesten bekannten Kulturpflanzen überhaupt. Auch eine gewisse Mystik haftet dem Knoblauch an, denn in früheren Zeiten wurde er an Türen gehängt, um böse Kräfte zu vertreiben. Man denke nur an Graf Dracula!

Auch ihre Heilkraft ist seit Jahrhunderten geläufig. Und schon früh wurde der Knoblauch gegen verschleimte Bronchien, aber auch bei Schlangenbissen eingesetzt.

Eigentlich kommt der Knoblauch aus der Steppe, von dort aus wurde er über Asien nach Europa verbreitet. Heute wird die Kulturpflanze Knoblauch in vielen Regionen der Erde angebaut.

Charakteristisches Merkmal des Knoblauchs ist seine Zwiebel, denn sie setzt sich aus mehreren sogenannten „Zehen“ zusammen. In eben diesen stecken die heilenden Wirkstoffe des Knoblauchs.

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Wirk- und Inhaltsstoffe

Knoblauch wird häufig vorbeugend eingesetzt. Die Inhaltsstoffe, die den Knoblauch zu einer echten Wunderknolle etwa bei erhöhten Blutfettwerten oder Durchblutungsstörungen machen, sind organische Schwefelverbindungen und Lauchöle. Die Inhaltsstoffe des Knoblauchs besitzen eine Art antibiotische Wirkung. Doch die Produktion eines hochwertigen Knoblauchpräparats bedarf äußerste Sorgfalt, allzu leicht können die für die heilsame Wirkung verantwortlichen Stoffe zerstört werden – dies geschieht beispielsweise beim Kochen.

Anwendung

Viele der Wirkungen von Knoblauch, die noch aus alten Texten stammen, konnten mittlerweile wissenschaftlich nachgewiesen werden. Besonders wirksam ist der Knoblauch, wenn es darum geht, erhöhte Blutfettwerte zu senken und die Durchblutung anzuregen. So hilft er auch, altersbedingten Gefäßwandveränderungen vorzubeugen. Nachweislich kann Knoblauch richtig dosiert und in schonend hergestellten Knoblauch-Präparaten enthalten den Cholesterinspiegel und sogar unseren Blutdruck senken.

Denn Knoblauch besitzt gefäßerweiternde Eigenschaften, die sich positiv auf die Fließfähigkeit des Blutes auswirken und dazu beitragen können, Herz und Kreislauf zu entlasten. Das Glück scheint also eher auf der Seite derjenigen, die dem Knoblauch wohlgesonnen sind. Bei regelmäßiger Einnahme von Knoblauch bzw. dem Verzehr frischer Knoblauchzehen können die Arterien langsamer verkalken.

Darüber hinaus ist Knoblauch reich an natürlichen Antioxidantien und schützt vor den schädlichen freien Radikalen.

Knoblauch verfügt außerdem über keimhemmende Eigenschaften und wirkt gegen Krankheitserreger.

Darreichungsformen

Natürlich lässt sich der Knoblauch ganz einfach frisch verzehren. Beim Kochen allerdings werden viele seiner heilenden Wirkstoffe zerstört. Hochwertige Fertigpräparate, die Knoblauch enthalten, werden darum sehr schonend und sorgsam hergestellt, um das wertvolle Alliin (Lauchöl) zu erhalten. Darum empfiehlt sich auch die Einnahme von Knoblauchpräparten beispielsweise in Form von Kapseln. Zudem ist hier der doch etwas aufdringliche Geruch von frischem Knoblauch nicht vorhanden!

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile

Zwiebel

Wirkstoffe

organische Schwefelverbindungen, Lauchöle

Anwendung

erhöhte Blutfettwerte, Durchblutungsstörungen, Vorbeugung von Gefäßerkrankungen, Senkung des Cholesterinspiegels und des Blutdrucks

Hinweise

Das Erhitzen von Knoblauch zerstört viele seiner heilenden Stoffe. Bei gleichzeitiger Medikation mit blutgerinnungshemmenden Arzneien darf Knoblauch nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt eingenommen werden.

Wissenswerte Hinweise

Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Knoblauch nur in Maßen genossen werden. Auch wenn Sie blutgerinnungshemmende Medikamente einnehmen, ist es wichtig, Knoblauch nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu verwenden, denn Knoblauch verlängert die Blutgerinnungszeit.

Quellenverzeichnis

Bäumler, Siegfried (2007): Heilpflanzen Praxis Heute. Porträts, Rezepturen, Anwendung. München: Urban & Fischer.
Boksch, Manfred (2007): Das praktische Buch der Heilpflanzen. Kennzeichen, Brauchtum, Heilwirkung, Anwendung. München: BLV.
Bühring, Ursel (2007): Alles über Heilpflanzen. Erkennen, anwenden, gesund bleiben. Stuttgart: Ulmer.
Bühring, Ursel (2009): Praxis Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde. Grundlagen, Anwendung, Therapie. Stuttgart: Sonntag.

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