Kurkuma (lat. Zingiberaceae)

Kurkuma (lat. Zingiberaceae)

Kurkuma – die Pflanze

In der ayurvedischen Medizin Indiens gilt die Gewürzpflanze Kurkuma schon seit Tausenden von Jahren als heiliges Gewürz, dessen Wirkstoffe bei zahlreichen Verdauungsbeschwerden helfen können. Kein Wunder, dass Kurkuma zunächst vor allem in der asiatischen Medizin eine Rolle spielte, denn die Pflanze, die bei uns auch Gelbwurz genannt wird, kommt ursprünglich aus Indien und Südostasien.

Doch schon seit dem Mittelalter wird die Wurzel des Kurkuma‘ auch in Europa verwendet. Bekannt dürfte Kurkuma vielen vor allem durch das hier erhältliche Curry-Pulver sein, dem es als ein Hauptbestandteil seine gelbe Farbe verleiht. Da Kurkuma eine stark färbende Kraft hat, wurde es früher auch zum Färben von Textilien verwendet.

Kurkuma ist übrigens dem Ingwer im Äußeren recht ähnlich. Es handelt sich um eine schilfartige Pflanze mit langen Blättern, die viel Feuchtigkeit und Sonne benötigt.

Auf den Märkten Indiens und Thailands kann man die frisch geernteten Wurzelknollen des Kurkuma‘ bewundern, bei uns ist er zumeist nur in Form von fertig gemahlenem Pulver zu kaufen und wird für viele Gerichte – ähnlich wie der Safran – zum Gelbfärben genutzt.

Wirk- und Inhaltsstoffe

Wesentlich für die positive Wirkung, die Kurkuma auf unsere Verdauung hat, ist das in ihm enthaltene ätherische Öl sowie besonders das Curcumin, also der Farbstoff. In Forschungen wurde untersucht, dass diese Inhaltsstoffe antioxidativ, entzündungshemmend und sogar immunstimulierend wirken können. Darum wird Kurkuma heute nicht nur für die Behandlung von Verdauungsbeschwerden eingesetzt.

Anwendung

Bewährt hat sich Kurkuma als Heilpflanze vor allem bei Erkrankungen von Leber, Galle und Magen. Denn die Wirkstoffe, die in Kurkuma stecken, stimulieren die Bildung von Magen- und Gallensaft, was sich positiv auf unsere Verdauung auswirkt. Traditionell wird Kurkuma als Heilpflanze schon seit 3000 Jahren gegen Beschwerden des Verdauungstrakts eingesetzt. Typische Beschwerden wie Völlegefühl, Druck im Bauch, starke Blähungen und eine verlangsamte Verdauung können mit Kurkuma gelindert werden.

Darüber hinaus scheint Kurkuma scheint eine antimutagene Wirkung zu haben. Dementsprechend soll Kurkuma vor Krebs schützen bzw. dem Wachstum von Tumoren Einhalt gebieten können. Zudem ist Kurkuma ein Gewürz, das die schädlichen freien Radikale, die uns schneller altern lassen und für die Entstehung zahlreicher Krankheiten verantwortlich sind, neutralisiert. Diese Eigenschaft macht Kurkuma auch zu einem pflanzlichen Heilmittel, das unterstützend für die Therapie von entzündlichen Krankheiten wie Rheuma verwendet werden kann.

Darreichungsformen

Natürlich lässt sich Kurkuma am einfachsten in der Küche als schmackhaftes Gewürz für ganz verschiedene Gerichte einsetzen. So ist allerdings nicht unbedingt eine Dosierung gegeben, die positive Effekte für unsere Gesundheit hat. Daher eignet sich eher die Einnahme von Fertigpräparaten, die Kurkuma in hoher Dosierung enthalten.

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile

Wurzel

Wirkstoffe

Ätherisches Öl, Bitterstoffe, Curcumine

Anwendung

Gallenbeschwerden, Verdauungsstörungen, Als unterstützende Therapie bei Rheuma

Hinweise

Kurkuma ist sehr gut verträglich und weist keine Nebenwirkungen auf

Wissenswerte Hinweise

Kurkuma hat nicht nur heilende Wirkstoffe, die helfen können, Blähungen, Völlegefühl und eine langsame Verdauung zu beseitigen, es ist zudem ein bekömmliches Gewürz und hat als pflanzliche Arznei verwendet keinerlei unliebsame Nebenwirkungen. Selbst bei einer sehr hohen Dosierung ist Kurkuma nicht schädlich für unseren Körper und kann sozusagen von jedermann unbedenklich eingenommen werden. Selbstverständlich sollte aber bei dauerhaften starken Beschwerden der Verdauung und bei entzündlichen Krankheiten wie der rheumatoiden Arthritis, bei der eine Begleit-Therapie mit Kurkuma sinnvoll sein kann, immer ein erfahrener Arzt zu Rate gezogen werden.

Quellenverzeichnis

Bäumler, Siegfried (2007): Heilpflanzen Praxis Heute. Porträts, Rezepturen, Anwendung. München: Urban & Fischer.

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