Malve (lat. Malva)

Löwenzahn (lat. Taraxacum officinale)

Malve – die Pflanze

Die Malve ist schon eine außergewöhnlich schöne Pflanze mit ihren großen sternförmigen Blättern und ihrer strahlenden Blütenpracht. Die Familie der Malvengewächse umfasst mehr als tausend Arten und ist auf der ganzen Welt verbreitet, auch der bekannte Hibiskus, der bei uns viele Gärten und Hauswände verschönert, gehört zur Familie der Malvengewächse.

Die Malve hat unvergleichlich weiche Blätter, denn in diesen sitzt der heilende Pflanzenschleim. Als Heilpflanzen wurden die Wilde Malve (Malva sylvestris) und die Weg Malve (Malva neglecta) schon von Hildegard von Bingen gepriesen. Bekannt ist die Malve auch unter ihrem Beinamen „Käsepappel“, denn wenn die Malve kleine Früchte entwickelt, erinnern diese stark an kleine Käseleiber. Übrigens die Früchte der Malve sind sogar essbar. Als Gemüsebrei wurde die Malve, besser gesagt ihre Früchte schon von den alten Griechen lange vor Christi Geburt verzehrt.

Denn die Geschichte der Malve als Heilpflanze reicht lange zurück. In China schätzte man schon vor mehr als 5000 Jahren die heilenden Wirkstoffe der Malve und verwendete sie beispielsweise bei Verdauungsstörungen.

Wirk- und Inhaltsstoffe

Es ist insbesondere der sehr hohe Schleimgehalt der Wilden Malve und der Weg Malve, der diese beiden Pflanzen so unersetzlich in der Pflanzenheilkunde macht. Der Schleim der Malve wirkt reizlindernd, denn er legt sich wie eine Art Schutzfilm auf wunde beziehungsweise entzündete Schleimhäute, was besonders hilfreich bei Hals- und Rachenentzündungen ist.

Anwendung

Die Schleimstoffe der Malve sind bestens geeignet, wenn sich der Rachen durch Krankheitserreger entzündet hat und uns quälende Schmerzen plagen. Denn mit Hilfe der Malve heilen entzündete und gereizte Schleimhäute schneller ab und akute Schmerzen werden sofort gelindert. Doch die Malve ist auch geeignet, wenn es um die Behandlung von Husten geht: Malve verflüssigt zähe Sekrete auf den Bronchien und unterstützt unsere Abwehrkräfte auf natürliche Weise. Malve ist also ideal geeignet um Entzündungen im Mund- und Rachenbereich und Erkrankungen der Atemwege mit Husten, Heiserkeit und Halsschmerzen zu lindern. Auch in Kombination mit anderen Heilpflanzen wie etwa dem Isländischen Moos, das zur Behandlung ähnlicher Beschwerden geeignet ist, zeigt sich die Malve als starkes Mittel zur Behandlung von Husten, Heiserkeit und Halsweh.

Darreichungsformen

Aus Blüten und Blättern von Weg Malve oder Wilder Malve lässt sich ein Tee zubereiten, den man entweder trinken kann um Husten zu lösen oder der sich zum Gurgeln eignet, wenn uns eine schmerzhafte Entzündung im Rachenraum plagt.

Die heilenden Wirkstoffe der Malve finden sich aber auch in einigen pflanzlichen Fertigarzneien etwa in Form eines Hustensafts. Besonders eine Kombination aus Malve und Isländisch Moos hat sich bewährt, um Husten und Halsentzündungen zu behandeln.

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile

Blätter, Blüten

Wirkstoffe

Ätherisches Öl, Pflanzenschleim, Gerbstoffe

Anwendung

Husten; Entzündungen im Mund-Rachen-Raum

Hinweise

Arzneien aus Malve nicht gleichzeitig mit anderen Medikamenten einnehmen. Die Malve kann deren Wirkung eventuell beeinträchtigen.

Wissenswerte Hinweise

Die Malve hat keine bekannten Nebenwirkungen, wenn sie aber weitere Medikamente einnehmen, sollten sie darauf achten, dass zwischen der Einnahme von Malve und der des weiteren Medikaments genügend Zeit liegt, denn die Malve kann die Wirkung anderer Medikamente beeinträchtigen. Am besten Sie fragen Ihren Arzt, wenn Sie Malve und andere Medikamente gleichzeitig einnehmen möchten.

Quellenverzeichnis

Bäumler, Siegfried (2007): Heilpflanzen Praxis Heute. Porträts, Rezepturen, Anwendung. München: Urban & Fischer.
Boksch, Manfred (2007): Das praktische Buch der Heilpflanzen. Kennzeichen, Brauchtum, Heilwirkung, Anwendung. München: BLV.
Bühring, Ursel (2007): Alles über Heilpflanzen. Erkennen, anwenden, gesund bleiben. Stuttgart: Ulmer.
Bühring, Ursel (2009): Praxis Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde. Grundlagen, Anwendung, Therapie. Stuttgart: Sonntag.

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