Muskatnuss (lat. Nux moschata)

Muskatnuss (lat. Nux moschata)

Muskatnuss – die Pflanze

So bekannt die Muskatnuss als Gewürz in der Küche auch ist – nur die Wenigsten wissen, dass sie auch für unsere Gesundheit eingesetzt werden kann. Der Muskatnussbaum ist übrigens in Asien und Australien beheimatet und dort gilt die Muskatnuss schon lange als Pflanze mit heilenden Wirkungen, wenn es um die Behandlung von chronischer Mattigkeit und Nervenleiden geht.

Kaum zu glauben auch, dass die Muskatnuss einst ähnlich kostbar wie Pfeffer war und sogar Kriege um dieses Gewürz geführt wurden. Denn heute findet man sie auch bei uns in fast jedem gut sortierten Gewürzregal.

Wirk- und Inhaltsstoffe

Es ist das ätherische Öl in der Muskatnuss, das sie wertvoll macht – sowohl für die Küche als auch für die Homöopathie. Darüber hinaus stecken in der Muskatnuss Harz, fettes Öl und Lignane. Diese können krampflösend, schmerzstillend und anregend wirken.

Anwendung

Als Heilpflanze wurde die Muskatnuss früher von Naturvölkern in Asien bei Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Magenbeschwerden oder Kreislaufstörungen genutzt. Auch heute noch wird die Muskatnuss in der ayurvedischen Heilkunde genutzt.

In der hiesigen Homöopathie wird die Muskatnuss als Myristica Fragrans vornehmlich verwendet, um nervöse körperliche Beschwerden zu behandeln.

Darreichungsformen

Eigentlich wird die Muskatnuss vorwiegend als Gewürz verwendet und hat in dieser Form eine anregende Wirkung auf unsere Verdauung.

Heute spielt die Muskatnuss zur Behandlung von Mattigkeit und Schläfrigkeit eine Rolle in der Homöopathie und wird hier in Form von homöopathischen Zubereitungen verordnet.

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile

Samen, Früchte (Nuss)

Wirkstoffe

Ätherisches Öl, Myristicin

Anwendung

Verdauungsbeschwerden, Nervosität

Hinweise

Muskatnuss ist leicht giftig und kann eine halluzinogene Wirkung entwickeln. Nicht für Kinder geeignet.

Wissenswerte Hinweise

Die Muskatnuss hat eine leicht giftige Wirkung und kann bei einer Überdosierung eine halluzinogene und berauschende Wirkung entwickeln. Schwere Vergiftungserscheinungen treten bei Erwachsenen nach etwa 3-4 Muskatnüssen auf. Besonders für Kinder sind Muskatnüsse sehr giftig und können sogar zum Tod führen. Verwenden Sie daher Muskatnuss zum Würzen nur dezent. Auch vor einer Selbstmedikation sollte im Zweifelsfall vor der Selbstmedikation immer ein Arzt aufgesucht werden.

Quellenverzeichnis

Bäumler, Siegfried (2007): Heilpflanzen Praxis Heute. Porträts, Rezepturen, Anwendung. München: Urban & Fischer.

zurück nach oben

© 2018 MyLife Media GmbH. Diese Website dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf dieser Seite zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen sowie unsere Hinweise zum Datenschutz, die Sie über die Footerlinks dieser Website erreichen können.