Rosskastanie ( lat. Aesculus hippocastanum)

Rosskastanie ( lat. Aesculus hippocastanum)

Rosskastanie – die Pflanze

Die Pflanze, die früher für erschöpfte Pferde als Stärkungsmittel genutzt wurde, kann auch für den Menschen stärkende oder gar heilende Kräfte haben. Die Rede ist von der Rosskastanie, die auch hierzulande zum Katalog der bewährten Heilpflanzen zählt.

Der Baum der Rosskastanie, der bis zu 25 Meter hoch wird, beeindruckt allein schon durch sein stattliches Äußeres. Geschmückt zur Blütezeit durch weiße, rot und gelb gefleckte Blüten.

Erst Mitte des 15. Jahrhunderts gelangte der heute so bekannte Baum zu uns nach Europa, denn ursprünglich stammt die Pflanze mit den stacheligen Früchten aus dem asiatischen Raum.

Gar nicht mehr wegzudenken ist der schöne Baum der Rosskastanie heute aus Wohngebieten in Innenstädten und im Sommer spendet uns die Rosskastanie in zahlreichen Biergärten in Süddeutschland wohltuenden Schatten.

Doch auch die heilenden Kräfte, die der Rosskastanie innewohnen, sind schon lange bekannt. Die Rosskastanie, die zur Gattung der Rosskastaniengewächse im Allgemeinen zählt, hat sich als Heilpflanze bei Erkrankungen der Beinvenen bewährt. Dementsprechend zählt der Extrakt der Rosskastanie heute zu den wichtigsten Mitteln der Therapie bei Krampfadern.

Wirk- und Inhaltsstoffe

Dank seiner Inhaltsstoffe fördert der Rosskastanienextrakt den venösen Rückfluss und strafft erschlaffte Venen. So wirken die heilenden Inhaltsstoffe der Rosskastanie - u.a. Triterpensaponine und Phenylglykoside – zusammenziehend auf unsere Gefäße. Die Wirkstoffe der Rosskastanie wirken in der erlesenen Kombinationen, die uns Mutter Natur bereit stellt, abschwellend und entzündungshemmend.

Anwendung

Die Rosskastanie ist pflanzliches Mittel der Wahl, wenn es darum geht, entzündete Beinvenen positiv zu beeinflussen. Denn sie wirkt nicht nur entzündungshemmend sondern auch abschwellend.

Die Rosskastanie und ihre heilenden Kräfte wirken bei Juckreiz und Schweregefühl in den Beinen. Darüber hinaus ist die Rosskastanie dafür bekannt, dass sie akute Schmerzen lindern kann. Auch Schweregefühl und Wadenkrämpfe, die Betroffene zumeist in der Nacht quälen, kann die Rosskastanie lindern.

Dabei sind es vor allem die Samen der Rosskastanie, die von Heilkundigen seit Jahrhunderten geschätzt werden. Diese Samen sind auch Gegenstand der modernen medizinischen Forschung. Denn wie die Rosskastanie zum Beispiel genau bei Krampfadern und Hämorrhoiden wirkt, muss noch näher untersucht werden. Bis dato weiß man aber, dass die komplexe Mischung an Wirkstoffen der Rosskastanie, dabei vor allem das sogenannte Aescin, bestimmend für die heilsame Wirkung der Rosskastanie ist.

Darreichungsformen

Die Extrakte der Rosskastanie bzw. deren Samen müssen für medizinische Zwecke schonend gewonnen werden. Dann können sie Entzündungen hemmen und Schwellungen zurück gehen lassen. Für die äußerliche Anwendung der Rosskastanie empfehlen sich fertig zubereitete Salben und Gele.

Aber auch zu einer innerlichen Anwendung eignet sich die Rosskastanie. Daher ist sie heute in Form von Tabletten und Kapseln, die in unterschiedlicher Dosierung den Extrakt der Rosskastaniensamen enthalten, erhältlich. Solche Präparate der Rosskastanie werden insbesondere zur Behandlung von Venenleiden eingesetzt.

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile

Samen

Wirkstoffe

Saponine

Anwendung

Beschwerden bei Erkrankungen der Beinvenen, Hämorrhoiden, nächtliche Wadenkrämpfe

Hinweise

Selten kommt es bei innerer Anwendung zu einer Reizung der Magenschleimhaut.

Wissenswerte Hinweise

Die Rosskastanie ist eine insgesamt sehr gut verträgliche Heilpflanze. In seltenen Fällen kann es bei innerer Anwendung zu Übelkeit und Magenbeschwerden kommen.

Quellenverzeichnis

Bäumler, Siegfried (2007): Heilpflanzen Praxis Heute. Porträts, Rezepturen, Anwendung. München: Urban & Fischer.
Bühring, Ursel (2007): Alles über Heilpflanzen. Erkennen, anwenden, gesund bleiben. Stuttgart: Ulmer.
Bühring, Ursel (2009): Praxis Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde. Grundlagen, Anwendung, Therapie. Stuttgart: Sonntag.

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