Sanddorn (lat. Hippophae rhamnoides)

Sanddorn (lat. Hippophae rhamnoides)

Sanddorn – die Pflanze

Der Sanddorn ist ein Dornenbusch, der sogar auf Sand gedeihen kann. Vor Tausenden von Jahren begann sich der Sanddorn von Asien aus über den gesamten mitteleuropäischen Raum zu verbreiten, wo es der „Überlebenskünstler“, der zwar viel Licht jedoch keinen nährstoffreichen Boden braucht, schaffte, sogar in Gebieten mit Dauerfrost oder langer Dürre zu überleben.

Der Sanddorn kann also vieles verkraften, so hält es der Strauch aus der Familie der Ölweidengewächse auch unter Bedingungen aus, die keine andere Pflanze so leicht überleben würde.

Das, was den Sanddorn beim Menschen so begehrt macht, sind aber seine kleinen eher unscheinbaren orangenen Früchte. Denn die „haben es in sich“ und sind echte kleine Vitaminbomben, mit denen wir unserer Abwehr auf die Sprünge helfen können.

Übrigens, der botanische Name des Sanddorns bedeutet in etwa leuchtender Pferdedorn, denn man erzählt, dass die Griechen früher ihre Pferde mit Sanddorn fütterten, damit das Fell der Tiere seidig wurde.

Wirk- und Inhaltsstoffe

Die Wirksamkeit des Sanddorns bei der Abwehr von Erkältungskrankheiten kommt von den vielen Vitaminen, die seine Früchte in konzentrierter Form enthalten. So reicht schon ein Schluck eines Safts aus Sanddorn aus, um den Tagesbedarf an Vitamin C zu decken. Im Sanddorn sind aber auch B-Vitamine enthalten und es verfügt über einen hohenGehalt an Vitamin E, das so wichtig für die Pflege reifer Haut ist, denn es strafft und nährt.

Darüber hinaus enthält Sanddorn Omega-3-Fettsäuren von denen man mittlerweile weiß, wie gut sie für unsere Gesundheit sind.

Anwendung

Vor allem bei der Neigung zu Erkältungen und nach langen Krankheiten, wenn der Körper erschöpft ist und zusätzlich Vitamine braucht, ist der Sanddorn sehr hilfreich, denn er stärkt unsere Abwehrkräfte.

Aber auch bei Vitaminmangel schafft der Sanddorn schnelle und einfache Abhilfe und versorgt uns sozusagen als natürliche Vitaminkapsel rundum.

Sanddorn wird als Heilpflanze also vor allem vorbeugend genutzt, denn sein Gehalt an Vitamin C ist deutlich höher als der von anderen Früchten.

Aber auch zur Behandlung von entzündlichen Hauterkrankungen kann Sanddorn verwendet werden. Dank seiner entzündungshemmenden und leicht desinfizierenden Eigenschaften ist er hilfreich bei Erkrankungen wie Neurodermitis und Schuppenflechte, aber auch bei Geschwüren und Ekzemen.

Darreichungsformen

Die Früchte des Sanddorns lassen sich ganz unterschiedlich verarbeiten. Säfte und Elixiere sind wohlschmeckend und lassen sich problemlos zwischendurch trinken, um ganz nebenbei der Gesundheit etwas Gutes zu tun.

Fruchtfleischöl aus Sanddorn nährt die Haut und hilft dabei, entzündete Haut zu heilen. Sanddorn ist zur äußeren Anwendung als Öl und zur inneren Anwendung in Form von Kapseln auch in Form von Fertigpräparten erhältlich.

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile

Blätter bzw. Kraut

Wirkstoffe

Vitamin C, Provitamin A, Mineralstoffe, Vitamine der B-Gruppe, Flavonoide

Anwendung

Erkältungskrankheiten, Stärkung der Abwehrkräfte, entzündliche Hautkrankheiten wie Neurodermitis

Hinweise

Gut geeignet für Veganer aufgrund der hohen Konzentration an Vitamin B12. Nicht geeignet bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, Gallenblasenentzündung.

Wissenswerte Hinweise

Sanddorn ist eine Vitaminbombe, die unsere Abwehr stärkt und mit der wir etwas für unsere Haut tun können. Ideal ist Sanddorn auch für Veganer geeignet, denn es enthält Vitamin B 12, dass nur in wenigen pflanzlichen Nahrungsmitteln vorkommt.

Zudem kann der Sanddorn meist völlig bedenkenlos eingenommen werden. Patienten, die an akuter Leber- oder Gallenblasenentzündung leiden oder an der Bauchspeicheldrüse erkrankt sind, sollten aber in jedem Falle den behandelnden Arzt fragen, ob Sanddorn für sie geeignet ist.

Quellenverzeichnis

Bäumler, Siegfried (2007): Heilpflanzen Praxis Heute. Porträts, Rezepturen, Anwendung. München: Urban & Fischer.
Boksch, Manfred (2007): Das praktische Buch der Heilpflanzen. Kennzeichen, Brauchtum, Heilwirkung, Anwendung. München: BLV.
Bühring, Ursel (2007): Alles über Heilpflanzen. Erkennen, anwenden, gesund bleiben. Stuttgart: Ulmer.

Bühring, Ursel (2009): Praxis Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde. Grundlagen, Anwendung, Therapie. Stuttgart: Sonntag.

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