Seidelbast (lat. Daphne)

Seidelbast (lat. Daphne)

Seidelbast – die Pflanze

Der Seidelbast mit seinen anmutigen rosa und lila Blüten ist zwar wunderschön anzusehen, aber seine scharlachroten Früchte sind sehr giftig. In manchen Gärten wird der Seidelbast als Zierpflanze gepflanzt. Zwar ist der Gewöhnliche Seidelbast (Daphne mezereum) in ganz Mitteleuropa verbreitet, aber dennoch ist der Strauch, der zur Familie der Seidelbastgewächse zählt, mittlerweile vom Aussterben bedroht und steht bei uns unter Naturschutz. Hierzulande wird der Seidelbast heute ausschließlich in der Homöopathie eingesetzt. Die Ärzte der Antike verwendeten den Seidelbast als Heilmittel und auch im Mittelalter war der Seidelbast ein beliebtes Abführ- und Brechmittel. Auch in der Volksmedizin wurde der Seidelbast verwendet und beispielsweise auf schlecht heilende Wunden aufgelegt.

Wirk- und Inhaltsstoffe

Das Daphnin, ein Glykosid und die Flavonoide, die im Seidelbast enthalten sind, werden heute auf dem Gebiet der Homöopathie eingesetzt, wo sie zur Linderung von Magen-Darm-Beschwerden aber auch von diversen Hauterkrankungen genutzt werden. Da der Seidelbast sehr giftig ist, kommt nur eine Nutzung in Form homöopathischer Verdünnung in Frage.

Anwendung

Die Homöopathie nutzt die verdünnten Auszüge aus Seidelbast für ganz verschiedene Anwendungsgebiete: Zum einen kann Seidelbast homöopathisch eingesetzt werden, um Hautprobleme wie Ekzeme und Ausschläge zu behandeln. Auch die Gürtelrose wird teilweise mit Seidelbast behandelt.

Zum anderen kann Seidelbast Magen-Darm-Beschwerden lindern. Wenn wir unter Blähungen und krampfartigen Bauchschmerzen leiden greift man in der Homöopathie zum Seidelbast. Ebenso wenn eine akute Verstopfung einen hohen Leidensdruck verursacht, kann der Seidelbast Abhilfe schaffen.

Aber auch zur Linderung von Nervenschmerzen verordnen Homöopathen Auszüge aus Seidelbast.

Darreichungsformen

Nur als homöopathisches Mittel darf der Seidelbast verwendet werden. So kommen stark verdünnte Auszüge von Seidelbast zum Beispiel zum Einsatz, wenn eine akute Verstopfung gelindert werden soll. Die Früchte des Seidelbasts sind sehr giftig und schon der Verzehr von nur einer Handvoll dieser Früchte kann tödlich enden. Selbst der bloße Hautkontakt mit der Pflanze kann starke Hautreizungen hervorrufen. Daher also Seidelbast immer nur als homöopathische Zubereitung anwenden!

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile

Rinde

Wirkstoffe

Daphnin, Daphnetoxin, Flavonoide

Anwendung (ausschließlich homöopathisch)

Verdauungsbeschwerden, Verstopfung, Ekzeme, Gürtelrose

Hinweise

Seidelbast ist sehr giftig und darf in keinem Fall verzehrt werden. Auch eine Berührung mit Pflanzenteilen kann zu starken Hautreizungen führen.

Wissenswerte Hinweise

Weil der Seidelbast so giftig ist und nicht als normale Heilpflanze verwendet werden darf, ist es wichtig, homöopathische Arzneimittel nur unter Aufsicht eines erfahrenen Arztes anzuwenden. Seidelbast gehört zu den Pflanzen, die giftig sind. Schon durch den Verzehr von wenigen Seidelbast- Früchten kommt es zunächst zu starken Kopfschmerzen, dann zu Durchfall und Erbrechen. Bei Verdacht auf eine Vergiftung durch Seidelbast ist also umgehend ein Notarzt zu rufen!

Quellenverzeichnis

Nickig, Marion & Urban, Helga ( 2oo9): Schön, aber gefährlich. Geheimnisvolle Pflanzen im Garten. Norderstedt: Books on demand.

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