Sonnenhut (lat. Echinacea purpurea)

Sonnenhut (lat. Echinacea purpurea)

Sonnenhut – die Pflanze

Der Sonnenhut trägt seinen schönen Namen zu Recht. Denn diese Heilpflanze trägt prächtige, leuchtend rot-violette Blüten, die in ihrer Form an einen Sonnenhut erinnern. Der Sonnenhut stammt eigentlich aus Amerika, ist aber – auch weil er so hübsch anzusehen ist – längst auch in unseren Gärten zu finden.

Dass die Staude nicht nur dekorativ, sondern auch heilsam ist, wussten schon die Ureinwohner Nordamerikas. Schon seit Langem verwenden die Indianer die Wurzel und das Kraut des Sonnenhuts bei Fieber und Erkältung.

Der Sonnenhut, dessen lateinischer Name Echinacea auch hierzulande sehr bekannt ist, gehört zur Familie der Korbblütler und wurde in den letzten hundert Jahren zu einer der am meisten genutzten Heilpflanzen in den USA.

Wirk- und Inhaltsstoffe

Die heilenden Wirkstoffe, die im Sonnenhut sitzen, sind inzwischen mittels moderner Forschung genau untersucht. Der Sonnenhut enthält Polysaccharide sowie Alkamide, die ihm seine entzündungshemmende Kraft verleihen. Sonnenhut regt unsere Immunabwehr an und kann, richtig dosiert, Erkältungen vorbeugen. Wer Echinacea einnimmt, aktiviert sein Immunsystem! Die Wirkstoffe des Sonnenhuts schaffen es, dass Viren und Bakterien, aber auch andere unerwünschten Fremdkörper schneller durch die „Fresszellen“ unseres Immunsystems beseitigt werden.

Anwendung

Ist eine Erkältung im Anmarsch und drohen Husten, Schnupfen und Heiserkeit, kann Sonnenhut bei frühzeitiger Einnahme den Infekt im wahrsten Sinne des Wortes „im Keim ersticken“. Die Verwendung von Echinacea zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten ist wissenschaftlich mittlerweile nachgewiesen. Aber auch zur unterstützenden Behandlung, also wenn ein Infekt bereits ausgebrochen ist, ist der Sonnenhut bestens geeignet. Bei der Einnahme von Sonnenhut werden alle Arten von Erkältungskrankheiten also problemloser überstanden, denn sie verlaufen in der Regel milder. Echinacea aktiviert Immunzellen und hilft Erreger von Infektionen systematisch zu bekämpfen.

Sonnenhut kann übrigens auch äußerlich angewendet werden und ist gut geeignet zur Behandlung von eher schlecht heilenden Wunden. Schon die Indianer verwendeten den zu Pflanzenbrei verarbeiteten Sonnenhut für Wundauflagen.

Besonders wirksam ist die Kombination von Echinacea mit anderen abwehrstärkenden Arzneipflanzen.

Darreichungsformen

Sonnenhut kann als frischer Tee zubereitet werden, er findet sich aber auch in praktischen Fertigarzneimitteln, in Form von Tabletten, Tropfen und Tinkturen, deren Einnahme denkbar einfach ist.

Bei Erkältungskrankheiten und zur Steigerung der Immunabwehr hat sich insbesondere die Kombination von Sonnenhut (Echinacea) mit indianischem Wasserdost bewährt. Entsprechende Kombinationspräparate sind in der Apotheke erhältlich.

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile

Kraut, Wurzel

Wirkstoffe

Polysaccharide, Alkamide, Polyine

Anwendung

Erkältungskrankheiten, Infektanfälligkeit, Anregung des Immunsystems schlecht heilende oberflächliche Wunden

Hinweise

Sonnenhut darf nicht von Betroffenen folgender Krankheiten verwendet werden: Tuberkulose, Blutkrebs, Kollagenosen, Multiple Sklerose, HIV. Vor Einnahme in der Schwangerschaft Rücksprache mit dem Arzt!

Wissenswerte Hinweise

Patienten, die unter Tuberkulose, Blutkrebs, Multipler Sklerose, HIV oder Autoimmunerkrankungen leiden, dürfen Sonnenhut nicht anwenden.

Auch wer auf Korbblütler allergisch ist, darf Echinacea nicht anwenden. Bezüglich der Einnahme von Sonnenhut während der Schwangerschaft liegen keine abschließenden Ergebnisse vor. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, einen Arzt zu fragen.

Quellenverzeichnis

Bäumler, Siegfried (2007): Heilpflanzen Praxis Heute. Porträts, Rezepturen, Anwendung. München: Urban & Fischer.
Boksch, Manfred (2007): Das praktische Buch der Heilpflanzen. Kennzeichen, Brauchtum, Heilwirkung, Anwendung. München: BLV.
Bühring, Ursel (2007): Alles über Heilpflanzen. Erkennen, anwenden, gesund bleiben. Stuttgart: Ulmer.
Bühring, Ursel (2009): Praxis Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde. Grundlagen, Anwendung, Therapie. Stuttgart: Sonntag.

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