Sonnentau (lat. Drosera rotundifolia)

Sonnentau (lat. Drosera rotundifolia)

Sonnentau – die Pflanze

Vermutlich ist der Sonnentau mit seinen von roten Fangdrüsen besetzten Blättern eine der bekanntesten fleischfressenden Pflanzen in der westlichen Hemisphäre. Die kleinen Leimtröpfchen, die am Sonnentau haften, sehen aus wie winzige Tautropfen und dienen der hungrigen Pflanze zum Fangen von kleinen Insekten. Diese „Tautropfen“ verleihen dem Sonnentau seinen Namen, sie sind aber eigentlich Drüsensekrete und tödlich für Fliegen und andere Insekten.

Der rundblättrige Sonnentau, der auch aufgrund seiner heilenden Wirkstoffe geschätzt wird, stammt übrigens aus der Familie der Sonnentaugewächse im Allgemeinen und ist vor allem in Nordeuropa und Nordamerika, aber auch im kalten Grönland und Sibirien verbreitet, wo er in Sümpfen und Mooren wild gedeiht. Seine Verwandten sind auf der ganzen Welt, vor allem in Australien und Südafrika verbreitet, denn die Familie der Sonntaugewächse zählt insgesamt um die 200 Arten.

Der Sonnentau ist mittlerweile so selten geworden, dass er unter Naturschutz steht. Die ersten Aufzeichnungen, in denen der Sonnentau Erwähnung findet, stammen aus dem Mittelalter. Damals versuchten Alchimisten aus dem Sonnentau Edelmetall herzustellen. Erst später wurde der rundblättrige Sonnentau von der Volksmedizin entdeckt und beispielsweise bei krampfartigem Husten verwendet. Seine krampflösenden Effekte wurden mittlerweile wissenschaftlich belegt.

Wirk- und Inhaltsstoffe

Der Sonnentau enthält ätherisches Öl und Flavonoide. Durch seine spezielle Wirkstoffkombination hat der Sonnentau eine „organotrope“ Wirkung auf die Atemwege, homöpathisch gesehen heißt das, dass der Sonnentau in seiner Wirkung auf die Atemwege ausgerichtet ist. Dort wirkt der Sonnentau spasmolytisch, das heißt krampflösend, was ihn zu einer so wertvollen Naturarznei für die Behandlung von krampfartigem Husten gemacht hat.

Anwendung

Der Sonnentau Er ist ein besonders bewährtes Mittel bei krampfartigem Husten. Sonnentau kann helfen, bellenden, trockenen Husten zu lindern und verschafft uns bei quälenden Hustenattacken Linderung. Wenn der Hustenreiz nicht nachlassen will und der Husten selbst ein krampfartiger Keuchhusten ist, der mit einer ständigen Reizung im Kehlkopf einhergeht und meistens abends und nachts schlimmer wird, dann kann Sonnentau geeignet für die Behandlung sein. Aber auch bei Heiserkeit und damit einhergehenden Schmerzen wird der Sonnentau verwendet.

Darreichungsformen

Als homöopathisches Mittel wird der Sonnentau einerseits in Form von Globuli verabreicht. Die genaue Dosierung dieser Sonnentau-Präparate muss daher mit dem behandelnden Homöopathen besprochen werden. Darüber hinaus steht in der Apotheke homöopathischer Hustensaft auf Sonnentau-Basis zur Verfügung, der für Husten unterschiedlicher Art angewendet werden kann.

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile

Kraut

Wirkstoffe

Naphtochinone, Flavonoide, Schleimstoffe

Anwendung

trockener Reizhusten, Krampfhusten, Bronchitis

Hinweise

Sonnentau darf während der Schwangerschaft nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden.

Wissenswerte Hinweise

Sonnentau sollte während der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit dem Arzt verwendet werden.

Selbstverständlich gehört die Behandlung eines schwerwiegenden Keuchhustens oder anderer, schwerer Atemwegserkrankungen in die Hände eines Experten, denn nur dieser kann entscheiden, ob eine Behandlung mit Sonnentau im individuellen Fall helfen kann, die Beschwerden zu lindern.

Quellenverzeichnis

Boksch, Manfred (2007): Das praktische Buch der Heilpflanzen. Kennzeichen, Brauchtum, Heilwirkung, Anwendung. München: BLV.
Sommer, Sven (2008): Homöopathie. Alltagsbeschwerden selbst behandeln. München: Gräfe und Unzer.

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