Sternanis (lat. Illicium verum)

Sternanis (lat. Illicium verum)

Sternanis – die Pflanze

Sternanis wird seit alters her geschätzt und so finden sich Aufzeichnungen über diesen immergrünen, hoch wachsenden Baum, die über 3000 Jahre alt sind.

Schon die Ärzte im dunklen Mittelalter wussten um die heilenden Kräfte in den Früchten des Sternanis. Diesen rotbraunen Kapseln verdankt der Sternanis auch seinen schönen Namen – denn seine Früchte sehen aus wie kleine Sterne.

Doch nicht nur die Form der Früchte, die der Sternanis trägt, ist außergewöhnlich. Seit Langem wird der Sternanis als ganz natürliches Heilmittel verwendet beispielsweise, wenn es darum geht, Blähungen und Bauchkrämpfe zu lindern.

Der Anis ist ein sogenanntes Doldengewächs und liebt warme, sehr sonnige Plätze zum Wachsen. Kein Wunder: Sternanis stammt ursprünglich aus dem warmen Mittelmeerraum.

Bekannt ist der bekömmliche Sternanis auch als Gewürzmittel und als geschmacksgebende Komponente diverser Schnäpse. So findet sich beispielsweise Anis in so starken Bränden wie Ouzo und Sambuca! Aber auch bei der Herstellung von köstlichem Weihnachtsgebäck – etwa in Lebkuchen – spielt der Anis hierzulande eine tragende Rolle.

Wirk- und Inhaltsstoffe

Es sind das ätherische Öl, die Gerbstoffe und die fetten Öle, die dem Sternanis seine heilenden Kräfte verleihen. Das wertvolle ätherische Öl sitzt vor allem in den Samen des Anis. Dieses ätherische Öl verfügt über eine schleimlösende Wirkung und macht den Sternanis dadurch zu einem bewährten pflanzlichen Heilmittel bei Husten. Die Wirkstoffe, die im Anis sitzen, eignen sich darüber hinaus für die Linderung von Beschwerden im Bereich der Verdauung wie beispielweise unangenehmen Blähungen.

Anwendung

Dank seiner krampflösenden und schleimlösenden Wirkstoffe eignet sich der Anis für zwei große Anwendungsgebiete.

Zum einen kann er bei Magenbeschwerden eingesetzt werden, weil er krampfartige Schmerzen im Magen lindern kann und dabei hilft, Blähungen loszuwerden.

Zum anderen wirkt er schleimlösend und ist daher gut geeignet zur unterstützenden Therapie bei festsitzendem Husten.

Übrigens: In der volkstümlichen Medizin gilt der Sternanis als Mittel, das stillenden Frauen helfen soll, die Milchbildung anzuregen.

Darreichungsformen

In der Küche ist der Sternanis ein beliebtes Gewürzmittel und kann in zahlreichen Speisen seine wohltuenden Wirkungen entfalten. Denn während des Essens eingenommen, hilft der Anis sofort, unangenehmen Bauchbeschwerden wie etwa Blähungen entgegen zu steuern. Davon einmal abgesehen: Anis ist ein leckeres Gewürzmittel und kann Speisen eine ganz charakteristische Note verleihen.

Bei Erkrankungen der Atemwege wie festsitzenden Husten ist es besonders gut, den Anis in Form eines wohlschmeckenden Tees zu trinken. Darum gibt es Anis häufig in Form von fertigen Teemischungen zu kaufen. In einem leckeren Tee wirken die Anissamen aber nicht nur bei Husten, auch die erwähnten Heilkräfte, die der Anis bei Verdauungsbeschwerden hat, lassen sich lindern, wenn man eine Tasse Anis-Tee trinkt.

In Form einer Salbe eignet sich Anis auch zum Einreiben, um so von außen seine wohltuende Wirkung bei Husten und Bauchbeschwerden zu entfalten.

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile

Früchte

Wirkstoffe

ätherisches Öl

Anwendung

Festsitzender Husten, Bronchitis, Verdauungsstörungen

Hinweise

Bei einer Allergie gegen Anis darf er nicht verwendet werden, denn er kann sonst Erbrechen und Übelkeit auslösen.

Wissenswerte Hinweise

Heute wird Sternanis meistens zur Geschmacksverbesserung verwendet, wenn er in arzneilichen Teemischungen eingesetzt wird, denn er schmeckt angenehm süßlich. Weitaus häufiger ist seine Verwendung als Gewürzmittel in unserer Küche - etwa, wenn zur Weihnachtszeit schmackhafte Glühweine zubereitet werden.

Manche Menschen leiden unter einer Allergie gegen Anis. Hier ist natürlich davon abzuraten, Sternanis zu verwenden, denn nur so können Übelkeit, Erbrechen oder sogar die Bildung von Ödemen in der Lunge vermieden werden.

Quellenverzeichnis

Bäumler, Siegfried (2007): Heilpflanzen Praxis Heute. Porträts, Rezepturen, Anwendung. München: Urban & Fischer.
Boksch, Manfred (2007): Das praktische Buch der Heilpflanzen. Kennzeichen, Brauchtum, Heilwirkung, Anwendung. München: BLV.

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