Traubensilberkerze (lat. Cimicifuga racemosa)

Traubensilberkerze (lat. Cimicifuga racemosa)

Traubensilberkerze – die Pflanze

Zuhause ist die Traubensilberkerze in den Wäldern Nordamerikas. Und schon die Ureinwohner Nordamerikas wussten um die heilenden Wirkkräfte, die der Traubensilberkerze innewohnen. Die Indianer setzten sie bei Schlangenbissen und vor allem zur Geburtserleichterung ein.

Die Traubensilberkerze kam erst etwa im 19. Jahrhundert zu uns nach Europa, wo sie zunächst als dekorative Zierpflanze in Gärten stand.

Mittlerweile hat sich die Traubensilberkerze aber auch bei uns einen festen Platz im pflanzlichen Arzneimittelschatz erobert, besonders in der Frauenheilkunde.

Die Traubensilberkerze, die zu den Hahnenfußgewächsen zählt, hört auf den Zweitnamen „Schlangenwurzel“, denn wenn sich die Zweige der bis zu zwei Meter hohen Pflanze im Wind wiegen, entsteht ein rasselndes Geräusch, das an das der Klapperschlange erinnert.

Wirk- und Inhaltsstoffe

Traubensilberkerze enthält als wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoff Triterpenglykoside und Phenolcarbonsäuren. Zahlreiche klinische Studien belegen mittlerweile den positiven Effekt der Traubensilberkerze auf den weiblichen Hormonhaushalt. Heute wird die Traubensilberkerze insbesondere zur Therapie von Wechseljahresbeschwerden als sanfte Alternative zu chemisch-synthetisch hergestellten Hormonen eingesetzt. Gerade auch aufgrund ihrer guten Verträglichkeit.

Anwendung

Extrakte aus den Wurzeln der Traubensilberkerze werden erfolgreich zur Behandlung typischer Beschwerden der Wechseljahre wie Hitzewallungen und Schweißausbrüche verwendet. Aber auch die unangenehme Nervosität, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen, unter denen Frauen in den Wechseljahren häufig leiden, lassen unter der Behandlung mit Traubensilberkerze bereits nach wenigen Wochen spürbar nach.

Die Traubensilberkerze bringt auf schonende Weise den weiblichen Hormonhaushalt ins Gleichgewicht und kann somit auch die typischen Beschwerden, unter denen manche Frauen vor ihrer Menstruation leiden, lindern.

Die Traubensilberkerze selbst enthält keine Hormone sondern wirkt auf natürliche Weise auf die Balance des weiblichen Hormonhaushalts ein.

Darreichungsformen

Die Wurzel der Traubensilberkerze kann als Tee oder Tinktur verwendet werden. Mittlerweile findet sich die Traubensilberkerze in einer Vielzahl von Fertigarzneien, die denkbar einfach anzuwenden sind – etwa in Form von Kapseln.

Kompakt Wissen:

Verwendete Pflanzenteile

Früchte

Wirkstoffe

Triterpenglykoside, Harze, Phenolcarbonsäuren

Anwendung

Beschwerden in den Wechseljahren (Hitzewallungen, Nervosität etc.), Beschwerden vor Einsetzen der Menstruation

Hinweise

Traubensilberkerze darf aufgrund ihrer Wehen fördernden Wirkung auf keinen Fall während der Schwangerschaft verwendet werden.

Wissenswerte Hinweise

Während der Schwangerschaft und der Stillzeit sollte die Traubensilberkerze auf keinen Fall verwendet werden, denn sie hat eine Wehen fördernde Wirkung. Zudem eignet sie sich nicht für Patienten, die unter hormonsensitiven Erkrankungen leiden.

Quellenverzeichnis

Bäumler, Siegfried (2007): Heilpflanzen Praxis Heute. Porträts, Rezepturen, Anwendung. München: Urban & Fischer.

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